Frauenprojekte

Kindertagespflege Frankfurt


Beruf und Familie vereinbaren mit Kindertagespflege

Ein gleichrangiges Angebot der Kinderbetreuung – neben den Kindertageseinrichtungen – ist die Kindertagespflege. Tagesmütter oder Tagesväter betreuen dabei Kinder in der eigenen Wohnung, im Haushalt der Eltern oder anderen geeigneten Räumen.


Kinderbetreuung durch Tagesmutter oder Tagesvater in Frankfurt

Kindertagespflege ist ein öffentlich gefördertes und geprüftes Modell der Kinderbetreuung, das sich besonders gut für Kinder unter drei Jahren eignet. Doch auch ergänzend zur Kindertagesstätte oder zur Schule können Kinder betreut werden. In einem überschaubaren und familiären Rahmen werden die Kinder individuell begleitet und gefördert.

Neben der Betreuung und Förderung in einem familienähnlichen Umfeld können Kinder in einer kleinen Gruppe von maximal fünf Kindern soziale Kontakte knüpfen. Die besondere, zeitliche Flexibilität hilft Eltern, Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren.


Für Eltern: Informationen, Beratung und Vermittlung einer Tagesmutter bzw. eines Tagesvaters

Unsere Mitarbeiterinnen der Kindertagespflege informieren Sie über die verschiedenen Möglichkeiten der Kinderbetreuung und vermitteln möglichst passgenau eine Tagesmutter oder einen Tagesvater. Eltern werden vor und während des Betreuungsverhältnisses beraten und begleitet. Konflikten und Unstimmigkeiten wird offen und transparent begegnet, Eltern und Tagespflegepersonen werden dabei mediativ begleitet.


Für die Tagesmutter und den Tagesvater: Beratung, Unterstützung und Vernetzung

Die Mitarbeiterinnen der Kindertagespflege beraten Tagespflegepersonen zu allen fachlichen und organisatorischen Fragen. Darüber hinaus unterstützen sie sie dabei, sich untereinander zu vernetzen, und suchen stetig nach geeigneten Personen, die als Tagesmutter oder Tagesvater tätig werden möchten.


Fachdienst Kindertagespflege

Unser Fachdienst Kindertagespflege ist im Auftrag des Stadtschulamts für die Stadtteile Griesheim, Nied, Sossenheim, Unterliederbach, Höchst, Sindlingen und Zeilsheim zuständig. Er arbeitet in enger Kooperation mit dem Stadtschulamt, anderen Fachstellen und Einrichtungen im Einzugsgebiet sowie mit verschiedenen relevanten Gremien zusammen.


 

Kinderförderprogramme

Wir fördern Kinder in unseren Kitas und ESB


> HIPPY ist ein Spiel- und Lernprogramm für Kinder (4 - 6 Jahre) zur Vorbereitung auf die Grundschule.


> Die Sternpiloten: Lerngruppen am Nachmittag für Grundschüler*innen 


> Begabungsdiagnostik: Diagnostik und Förderung von begabten und hochbegabten Kindern


> Besonderer Förderauftrag der Kitas (BeFö): Zusätzliche Spiel- und Lernaktivitäten für Kinder


 

Besonderer Förderauftrag der Kitas (BeFö)

Der Besondere Förderauftrag der Kindertagesstätten in Sozialräumen mit verdichteter Problemlage, abgekürzt BeFö, bietet zusätzliche Bildungs-, Förder- und Unterstützungsangebote für Kinder, Eltern und Mitarbeitende in Kindertageseinrichtungen. Die beteiligten Kindertageseinrichtungen müssen in Stadtteilen ansässig sein, die einen hohen Anteil an sozial benachteiligten Familien aufweisen.

Ziel

Der Grundgedanke des Konzepts ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu vermitteln. Unsere Förderangebote werden bereits in Kinderkrippe und Kindergarten angeboten, um bis zum Schuleintritt Bildungsunterschiede abbauen zu helfen und möglichst gleiche Lernvoraussetzungen für alle Kinder zu schaffen. Wir fördern und begleiten auch Schulkinder von der ersten bis zur fünften Klasse. Außerdem beraten und unterstützen wir Eltern und pädagogische Fachkräfte als wichtige Bezugspersonen und Vorbilder der Kita-Kinder.

Ansatz

Ansatz

Der Besondere Förderauftrag verfolgt das Modell der bedarfsgerechten Angebote. Gemeinsam mit den Kindertagesstätten wird in regelmäßigen Abständen der jeweilige Bedarf ermittelt und durch das Team des Besonderen Förderauftrags umgesetzt. Abhängig von der Zusammensetzung der Kindergruppen, der Eltern- und Mitarbeiterschaft sowie den Räumlichkeiten werden allgemeine mobile Förderangebote, Kleinprojekte, Kurse und Workshops für Kitas angeboten. Die Kinder profitieren von Angeboten in Kleingruppen mit bis zu fünf Kindern.

Angebote

Bedarfsgerechte Kleinprojekte und Unterstützungsangebote

> Bildungs- und Förderangebote für Kinder: Sprachförderung, Psychomotorik sowie Anti-Aggressions-Training, Lern- und Konzentrationstraining, Medienpädagogik, musikalische Früherziehung, Theater sowie Tanz und Bewegung, Forschen und Experimentieren sowie Urban Gardening / Selbstbehauptungstrainings wie z. B. Kidpower / Kunst im Malatelier / Durchführung von Außencafés für Kita-Eltern durch Hortkinder.

> Angebote für Eltern: Sozialberatung, Klärung von Anliegen, Begleitung bei der Problembewältigung, Unterstützung bei der Antragstellung von Sozialleistungen, Schriftverkehr und Bewerbungen, Fragen und Anliegen rund um das Mahnwesen, Begleitung zu Ämtern und Behörden, Verweisberatung zu Erziehungsberatungsstellen, Suchtberatung, Schuldnerberatung, Frauenberatung, Migrantenberatung sowie Vermittlung von Integrations- und Sprachkursen. Wir führen Elternkurse zur Stärkung der Erziehungskompetenz durch. Im Rahmen der Außencafés haben Eltern die Möglichkeit zum Kennenlernen und Vernetzen.

> Unterstützung der pädagogischen Fachkräfte: Engmaschige Begleitung und Beratung durch das BeFö-Team. Ein Fortbildungstag für alle Erzieher*innen in den BeFö-Kitas wird einmal im Jahr organisiert.

Gewinn für die Kinder

Gewinn für die Kinder

Bis zu 500 Kinder kommen im Laufe eines Jahres in den Genuss unserer Förderangebote. Die Kinder erhalten neue Lernimpulse und verschiedene Möglichkeiten zum lebenspraktischen Erfahren, ihre Kreativität und Persönlichkeit werden gefördert. Kitakinder üben, Gefühle zu erkennen und verbal und nonverbal auszudrücken. Sie verbessern ihren sprachlichen und gestischen Ausdruck. Sie erfahren ihre Stärken und erlangen mehr Selbstbewusstsein. Nach und nach erweitern die Kinder ihre sozialen Kompetenzen, kennen die geltenden Regeln und handeln entsprechend. Sie erleben dadurch Akzeptanz und die Zugehörigkeit zu einer Gruppe.

Gewinn für die Eltern

Gewinn für die Eltern

Eltern erhalten durch die enge Zusammenarbeit mit den BeFö- und Kita-Fachkräften Hilfe zur Selbsthilfe. Unsere systemischen Beratungsgespräche dienen der Problemerkennung und Begleitung bei der Problembewältigung. Sie beinhalten Themen, wie Ämterbegleitung, Antragstellung, Briefwechsel mit Behörden, Beruf, Weiterbildung und Bewerbungen, Wohnungssuche, Kinderbetreuung und Erziehungsfragen, Vermittlung an Beratungsstellen sowie Sprach- bzw. Integrationskurse, Kontakt zum Jugendamt und Beantragung von Hilfen zur Erziehung. Im Rahmen von Elterncafés und Kursen zu Erziehungsfragen haben unsere Eltern die Gelegenheit, sich mit anderen Familien auszutauschen, Bekanntschaften zu schließen bzw. Netzwerke zu bilden.

Gewinn für die Kita-Fachkräfte

Gewinn für die Kita-Fachkräfte

Die Kita-Fachkräfte haben unter der Woche BeFö-Mitarbeitende als Ansprechpersonen vor Ort, um über ihre Arbeit mit Kindern und Eltern reflektieren zu können. Gemeinsam können Maßnahmen und Vorgehensweisen besprochen und Gespräche vorbereitet werden. Auf Wunsch begleiten wir Fachkräfte bei Gesprächen. Mit dem jährlichen BeFö-Fachtag erhalten die Mitarbeitenden zusätzliche Impulse für die tägliche Arbeit und die Möglichkeit, sich über die Tätigkeit in Kindertagesstätten auszutauschen. Das eigene pädagogische Wissen wird auf diesen Fortbildungen erweitert und das berufliche Handeln reflektiert.

Team

Team

In der Projektkoordination sind zwei Fachkräfte tätig. Das BeFö-Team setzt sich zusätzlich aus sechs weiteren Mitarbeitenden verschiedenster Fachrichtungen (Psychologie, Musik-, Sozial-, Inklusionspädagogik usw.) zusammen, die vor Ort in den Kitas allgemeine mobile Förderangebote durchführen.

Gesellschaftlicher Beitrag

Gesellschaftlicher Beitrag

Das Projekt „Besonderer Förderauftrag der Kindertagestätten“ trägt dazu bei, Bildungs- und Chancengerechtigkeit herzustellen und sozial benachteiligten Familien Zukunftsperspektiven zu bieten.

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HIPPY-Familienbildungsprogramm

Spiel- und Lernprogramm für Kinder (4 - 6 Jahre) zur Vorbereitung auf die Schule

Dieses Programm richtet sich hauptsächlich an Kinder und Eltern aus Frankfurt, die einen Migrationshintergrund haben.


Inhalt

  • Eltern unterstützen durch kleine Aktivitäten spielerisch zuhause die Entwicklung ihres Kindes.
  • Wir, die Trainer*innen, geben den Eltern viele Tipps, Anregungen und alle dafür nötigen Informationen.

Ablauf

  • In einem Informationsgespräch erfahren Sie alles über das HIPPY-Programm.
  • Vor der Anmeldung findet ein Hausbesuch bei Ihnen statt.
  • Einmal in der Woche treffen Sie sich und die Trainerin für eine Stunde in für HIPPY gemieteten Räumen oder Zuhause bei Ihnen.
  • Einmal im Monat treffen Sie sich mit anderen Eltern aus dem gleichen Stadtteil als Gruppe zum gemeinsamen Austausch. Ihre Trainerin ist auch dabei.
  • Das HIPPY-Programm dauert bis zu zwei Jahre. Ein Programmjahr besteht aus 30 Wochen.
  • Ein Einstieg in das Programm ist immer am Anfang des Schuljahres möglich.

Gewinn für die Kinder

  • Die Kinder sind auf die Grundschule gut vorbereitet.
  • Sie haben ein stärkeres Selbstwertgefühl.
  • Die Beziehung zu ihren Eltern ist stabil.
  • Die Kinder verbessern ihre Sprache.
  • Sie wissen, dass Lernen Spaß macht.

Gewinn für die Eltern

  • Sie sind sicherer in der Erziehung Ihres Kindes.
  • Mit den Stärken und Schwächen Ihres Kindes können Sie besser umgehen.
  • Sie selbst sprechen besser Deutsch.
  • Sie verstehen das deutsche Bildungssystem und wissen wie es funktioniert.
  • Sie haben Kontakte zu anderen Müttern bzw. Eltern in der Umgebung.

Entstehung

Seit 1975 wird das HIPPY-Programm in Israel landesweit angewendet. Israel exportierte HIPPY in den 1980er Jahren. Heute ist es in vielen Ländern vertreten: Australien, Deutschland, Frankreich, Österreich, Israel, Argentinien, Kanada, Neuseeland, Südafrika, USA etc. In Deutschland wird es in elf Städten durchgeführt.


* HIPPY ist hier die englische Abkürzung für "Home Interaction for Parents and Preschool Youngsters", frei übersetzt auf Deutsch: Häusliches Interaktionsprogramm für Eltern und Kinder im Vorschulalter.


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Die Sternpiloten

(§ 13 Abs. 1 SGB VIII)

Kinder, die im Schulalltag schulische und soziale Anpassungsschwierigkeiten haben, finden sich an ihrer Grundschule in Lerngruppen zusammen. Die Gruppen treffen sich zwei Mal wöchentlich am Nachmittag in der Schule für die Dauer von zwei Jahren.

Es wird gemeinschaftlich darauf hingearbeitet, dass sich eine tragfähige, vertrauensvolle Beziehung in der Lerngruppe bildet, damit erfolgreiches soziales Lernen gelingt. Die Kinder lernen von- und miteinander. In den Lerngruppen wird mit vielen Methoden gearbeitet, besonders das themenbezogene Arbeiten in der Kleingruppe hat sich bewährt.

Der Einsatz mehrerer Fachkräfte in einer Gruppe ermöglicht es, verschiedene Themen parallel in Kleingruppen zu bearbeiten sowie auch parallel einzelne Kinder gezielt zu fördern. Mit ausgesuchten Kleinprojekten (Theater-, Naturerkundungs-, Musik-, Lese-, Kreativ-, Sport-, Medien-, Ernährungsprojekte) werden die Kinder in ihrer schulischen und sozialen Integration gestärkt. Denn diese Kleinprojekte regen die Kinder an, ihre Kompetenzen und Gruppenfähigkeit zu trainieren und weiter zu entwickeln. Die dort gesammelten, positiven Erfahrungen stärken ihr Selbstwertgefühl. Dies wirkt auch in den Schulalltag hinein.

Die Sternpiloten - Frankfurter Lerngruppen ist ein sozialpädagogisches Angebot für Grundschüler*innen, die aufgrund individueller und sozialer Benachteiligung in der Bildungsbeteiligung eingeschränkt sind und zum Ausgleich dieser in einem erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind (§ 13 Abs. 1 SGB VIII).

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