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Aktuelles aus der Lehrerkooperative Erasmus-Projekt: Tag der offenen Tür am 18.09.2010 Am Samstag, dem 18.9.2010 geben die 2006 gegründete mehrsprachige Grundschule und der ebenfalls mehrsprachige Erasmus-Kindergarten Einblick in ihre lebendige und vielfältige Arbeit und die Praxis der Dreisprachigkeit im Schul- und Kindergartenalltag. Zwischen 11:00 und 14:00 Uhr gibt es Infoangebote zum Erasmus-Konzept und seiner Weiterentwicklung, Live-Unterrichtsbeispiele, wie Sachkunde auf Englisch und Kunst auf Spanisch, Einblicke ins Team-Teaching und Beispiele aus der Freiarbeit. Dazu kommen Musik- und Sportangebote und ein Rundgang durch die Schule - von den Kindern gestaltet. Mehr Infos zur Erasmus-Schule und zum Tag der offenen Tür: www.erasmus-schule.eu ERASMUS-Schule U-Bahn Linie 4, Haltestelle "Festhalle, Messe" Familienmesse 2010: Lehrerkooperative am 12.09. dabei Die Frankfurter Familienmesse - im Rahmen des Frankfurter Bündnisses für Familien vom Kinderbüro zum fünften Mal veranstaltet - geht am Sonntag, dem 12.09.2010 von 12:00 bis 17:00 Uhr im Palais am Zoo, Alfred-Behm-Platz 16, über die Bühne. Die Messe steht ganz im Zeichen von Angeboten für Kinder und Familien. Die Lehrerkooperative stellt ihre 20 Kindertagesstätten mit ihren vielfältigen Bildungsangeboten vor. Außerdem präsentiert sich die Lerntherapeutische Praxis, die Kindern mit Lese- und Schreib- bzw. Rechenschwäche hilft, diese Teilleistungsschwäche zu überwinden. Hauptattraktion für die kleinen Besucherinnen und Besucher auf dem Stand der Lehrerkooperative dürfte aber die Button-Maschine sein. Die Lehrerkooperative findet man im Foyer, rechts vom Eingang. Ausstellung im Gallus: "Das Allerbeste auf und an der Welt" Unter diesem Titel sind vom 3.9.2010 bis zum 24.9.2010 Kunstwerke von Kindern (Malerei, Zeichnungen, Objekte, Fotos, Videos und Texte) im Ausstellungsladen "Lorsbach Junge Kunst" zu sehen (Lorsbacher Straße 1, 60326 Frankfurt). Unser Kindergarten "Galluspark" und unsere Kita "Ackermannstraße" sind neben vier weiteren Kitas aus dem Stadtteil an dieser Kunst-Aktion beteiligt, die von der Jugend-Kultur-Werkstatt Falkenheim Gallus e.V. organisiert wird. Die Ausstellung wird am Mittwoch, dem 1.9.2010 um 16:00 Uhr eröffnet. Die weiteren Öffnungszeiten sind montags von 14:00 bis 17:00 Uhr, mittwochs von 14:00 bis 16:00 Uhr und freitags von 14:00 bis 16:00 Uhr. Der Kindergarten "Galluspark" präsentiert die Installation "Haare von hier bis nach Hawaii und bis nach Marokko". Der Ausruf zweier Mädchen "Ich möchte Haare von hier bis nach Hawaii bzw. bis nach Marokko" deutet den Themenbogen an, zu dem die Kinder zwischen drei und fünf Jahren gemalt und gestaltet haben: Sie gehen Fragen nach: Was mag ich am liebsten zu Hause, was gefällt mir in der Welt, was möchte ich erforschen und entdecken? Welt kann hier den eigenen Stadtteil bedeuten oder ein fernes Land. Oder etwas, das nicht unmittelbar fassbar ist oder der Fantasie entspringt. Das Zelt in der Installation steht für das Heim, das Zuhause; die Weltkugel für die "Welt da draußen". Verbunden wird beides durch die unendlichen langen Haare, von hier bis... Die Jungen und Mädchen haben größtenteils Erfahrungen mit regelmäßigem Malen, vor allem auch mit dem Freien Ausdrucksmalen im Kunstatelier nach dem Konzept der Gestalttherapeutin Bettina Egger. Der Kindergarten "Galluspark" hat seit seiner Gründung 1995 einen seiner Schwerpunkte in der Kunst- und Musikpädagogik. In der Kita "Ackermannstraße" sind Kunst und Kreativität im pädagogischen Profil ebenfalls sehr präsent: Auch hier gibt es ein Atelier für Freies Ausdrucksmalen. Der Beitrag aus der "Ackermannstraße" ist ein kunstvoll verfremdeter Stuhl, von dem aus die Austellungsbetrachter in sieben großen Rahmen Werke aus Kinderhand betrachten können, die das "Schöne in der Welt" zeigen sollen, wie einer der kleinen Künstler es formuliert hat. Weitere Infos: Internationaler Kindergarten "Galluspark", Pfarrer-Perabo-Platz 1, 60326 Frankfurt, Telefon: 069-7382194 (Antje Glass) / Internationale Kita "Ackermannstraße", Ackermannstraße 44, 60326 Frankfurt, Telefon: 069-75008200 (Nils Keßler). Berufliche Integration: Neue Adresse ab 30. August; freie Plätze in Qualifizierungsprojekten für ALG II-Empfänger Unsere Abteilung "Berufliche Integration" zieht um. Ab 30.8.2010 lautet die Anschrift: Telefon und Fax bleiben unverändert: 069/405657-67, bzw. -68. Die "Berufliche Integration" vermittelt Arbeitsgelegenheiten nach §16 Abs. 3 SGB II in Kindertagesstätten, Schulen, Stadtteilprojekten oder der Verwaltung. Zwei Projekte bieten während 12 Monaten eine gezielte Qualifizierung an: das Qualifizierungsprojekt "Kinderbetreuung" und das Qualifizierungsprojekt "Seniorenassistenz". In beiden Projekten sind kurzfristig freie Plätze zu besetzen. Interessierte rufen bitte unter der genannten Telefonnummer an. Unterstützung bei der Suche nach einer Ausbildung: das Praxislernprojekt der Lehrerkooperative Der Berufsvorbereitungslehrgang „Praxislernprojekt“ der Lehrerkooperative e.V. beginnt im September 2010. Teilnehmen können Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren, die in Frankfurt wohnen, mindestens einen Hauptschulabschluss haben und eine Ausbildung suchen. Der Lehrgang dauert maximal ein Jahr und ist kostenfrei.
Interessierte melden sich bei: Praxislernprojekt der Lehrerkooperative e.V., Heidelberger Straße 13, 60327 Frankfurt, Telefon 069-40590496.
Der Lehrgang beinhaltet Hilfe bei der Berufswahl, Bewerbungstraining, Fachunterricht als Vorbereitung auf die Berufsschule und Praktika in verschiedenen Betrieben. Jugendliche, die sich bisher erfolglos beworben haben, können meist durch ein Praktikum einen Arbeitgeber von sich überzeugen. Frauenprojekt Nordwest: neue Räume, neues Deutschkurs-Angebot für Anfängerinnen ab 28. Juni 2010 Zum 1.Juni 2010 hat das Frauenprojekt Nordwest der Lehrerkooperative neue Räume bezogen; die traditionsreiche Bildungseinrichtung für Frauen – sie besteht seit 20 Jahren – hat nun folgende Adresse im Stadtteil Hausen: Frauenprojekt Nordwest der Lehrerkooperative e.V. Sprechzeiten: montags und mittwochs 10.00 bis 13.00 Uhr, Verkehrsverbindung: U 7, End-Haltestelle „Hausen“ Schwerpunkt des Frauenprojekts sind Integrationskurse. Am Montag, dem 28. Juni 2010, startet ein neuer Deutschkurs für Anfängerinnen (Stufe 1); Kinder der Kursteilnehmerinnen werden im Frauenprojekt kostenlos betreut. Der Kurs umfasst 100 Stunden und findet montags bis Donnerstag von 8:30 bis 11:45 statt. Im Kurs sind noch Plätze frei. Anmeldung und Beratung bei Claudia Rother, telefonisch (76725780) oder zu den angegebenen Sprechzeiten. Pressemitteilung vom 26. Mai 2010
Kinder werden für Streik instrumentalisiert – neue Methoden der GEW
Die stellvertretende GEW-Vorsitzende Carola Stötzel und der GEW-Funktionär Hajo Dröll funktionalisieren jetzt Kinder für ihre Streikziele – eben jede Kinder, die die GEW im Dezember letzten Jahres als „Kinder der KfW-Banker“ verunglimpfte, auf deren Kosten wir angeblich den Erzieherinnen die Gehälter kürzten. (GEW Frankfurt vom 02.12.2009). Die beiden GEW-Funktionäre überrumpelten die Schulleitung und drangen rechtswidrig unangemeldet in das Gebäude ein, besuchten den Kindergarten und verteilten GEW-Luftballons an die Schulkinder auf dem Schulhof. Dabei wurden die Kinder zur Solidarität mit den Streikenden aufgefordert.
„Diese Methoden haben mit einem Warnstreik nichts mehr zu tun. Die Kinder, die vor wenigen Monaten als Kinder von KfW-Bankern verunglimpft wurden, werden nun für die Zwecke der GEW instrumentalisiert. Als die stellvertretende GEW-Vorsitzende von der Schulleiterin angesprochen wurde und ihr gesagt wurde, das Verteilen von Luftballons mit GEW-Aufdruck zu unterlassen, erhielt unsere Schulleiterin die interessante Antwort, dass die Kinder ja nicht lesen könnten.
Es wundert zwar, dass Frau Stötzel nicht mehr weiß, dass in Grundschulen das Lesen erlernt wird; mit dieser Aktion hat die GEW jedoch die Grenzen des Streikrechts unzweideutig überschritten und dies wird rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen“, so Rolf Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Lehrerkooperative e.V. heute.
Zum Streik selbst erklärte der Vorstand, dass erhebliche Fehlinformationen von der Gewerkschaftsseite verbreitet und Teilaspekte bewusst falsch dargestellt werden. So werden die Gehälter und Einstufungen in der Lehrerkooperative e.V. durch eine rechtsgültige, vom Betriebsrat ungekündigte Betriebsvereinbarung geregelt. Diese Betriebsvereinbarung, die Bestandteil aller Arbeitsverträge ist, ist selbstverständlich bisherige Grundlage aller Gehaltsvereinbarungen.
Diese Regelung legt u. a. eine niedrigere Wochenarbeitszeit als der TVöD fest und eine höhere Zahl von Urlaubstagen. In dieser Betriebsvereinbarung ist auch eine Regelung über automatische regelmäßige Gehaltserhöhungen und jährlich mit dem Betriebsrat zu vereinbarende zusätzliche Gehaltssteigerungen enthalten. Strukturelle Verbesserungen der Entlohnungsstruktur hat der Vorstand im März 2008 und wiederholt in der Folge dem Betriebsrat vorgeschlagen, die dieser ablehnte – weil darin eine Forderung nach „Leitung auf Zeit“ enthalten war.
Nur in einem Punkt gelang eine positive Einigung: Erzieherinnen mit geringer Berufserfahrungen wurden 2009 einvernehmlich eine Stufe höher gestuft und damit Gehaltssteigerungen von über 200 Euro im Monat für die jungen Erzieherinnen realisiert – sie liegen mit den zahlreichen Sozialleistungen der Lehrerkooperative z. B. über den entsprechenden Grundgehalt für junge Erzieherinnen im TVöD.
Zu nachvollziehbaren Protesten der Beschäftigten kam es, als 2008 und 2009 aus wirtschaftlichen Gründen zur Sicherung der Arbeitsplätze das 13. Gehalt um die Hälfte kürzen mussten – was durch die gültige Betriebsvereinbarung gedeckt ist. Dieser Konflikt ist inzwischen einvernehmlich mit dem Betriebsrat beigelegt und ausgeglichen durch die aktuelle Nachzahlung der Hälfte des Gehaltes aus 2009 und einer Sonderzahlung für die nicht gezahlte Hälfte 2008.
Zu Beginn des Jahres 2010 bildete sich eine Tarifkommission von GEW und Verdi-Mitgliedern, die einen Tarifvertrag, genauer den TVöD, forderten. Es begannen dann im April Tarifverhandlungen, bei denen gegenüber der Gewerkschaftsseite erklärt wurde, dass für die Lehrerkooperative nur eine an die Situation des Vereines angepasste haustarifliche Regelung für alle Mitarbeiter in Frage kommt. Eine solche Regelung muss Rücksicht auf die differenzierten über 40 Zuwendungsformen und Leistungsvereinbarungen nehmen und nicht allein für die Kita-Mitarbeiter gelten. In der zweiten Sitzung, als ein erster Entwurf manteltariflicher Regelungen präsentiert wurde, wurden die Verhandlungen von der Gewerkschaftsseite abgebrochen. Ultimativ forderte die Gewerkschaftsseite die volle 1:1 Umsetzung des TvÖD und wollte nicht mehr über einen Haustarif verhandeln. Für einen freien Träger wie uns würde allein wegen der umfangreichen Umstufung aller Mitarbeiterinnen eine nicht zu finanzierbare Kostensteigerung eintreten. Keine Leistungsvereinbarung, kein Zuwendungsbescheid sieht eine garantierte Anpassung der Zuschüsse an Tarifsteigerungen des TvÖD vor – eine solche Regelung würde auf Dauer die Existenz des Vereins gefährden.
Der Vorstand hatte bereits auf einer Mitarbeiterversammlung allen Mitarbeitern Gehaltserhöhungen im Rahmen dessen angekündigt, was dem Verein möglich ist. Dem Betriebsrat wurde gestern ein Vorschlag zur Erhöhung der Gehälter und Ergänzung unserer Betriebsvereinbarung gemacht, die in der nächsten Woche mit dem Betriebsrat verhandeln werden soll und deutliche, aber für die Lehrerkooperative insgesamt passende Verbesserungen vorsieht. Diese Gehaltserhöhungen sind möglich, weil sich die wirtschaftliche Situation deutlich gebessert hat. Dabei werden wir an die Mitarbeiter alles das an Spielräumen weitergegeben, was nach heutiger Kenntnis möglich ist.
„Mit diesen Gehaltserhöhungen geben wir alle Spielräume an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter. Wir fordern den Betriebsrat auf, diesen Gehaltserhöhungen zuzustimmen. Sollten sich im nächsten Jahr erneut Spielräume eröffnen, werden wir auch diese für Gehaltsverbesserungen nutzen“, so Rolf Schmidt abschließend.
17.6.2010: Offene Türen in der Freien Schule für Erwachsene Die Freie Schule für Erwachsene, seit April 2010 eine vom Land Hessen anerkannte Ersatzschule, lädt am Donnerstag, dem 17. Juni 2010 zu einem Tag der Offenen Tür ein. Die Freie Schule wurde 2006 gegründet und ermöglicht den Realschulabschluss in vier und den Hauptschulabschluss in zwei Semestern. Die Studierenden erhalten neben attraktiven und motivationsfördernd gestalteten Bildungsangeboten in den Unterrichtsfächern viel individuelle Unterstützung und Coaching - auch wenn es darum geht, den Besuch der Schule und das erforderliche intensive Lernen mit den Lebensbedingungen junger Erwachsener in Übereinstimmung zu bringen. Am 30.8.2010 starten neue Realschullehrgänge, am 13.9.2010 startet ein neuer Hauptschullehrgang. Angebote am 17.6.2010 Freie Schule für Erwachsene Telefon: 069-943327-43 oder -45 Hauptschulabschluss: Gute Noten im AGH-Projekt
Zwischen dem 01.04.2009 und dem 31.03.2010 hat der Bereich Berufliche Integration der Lehrerkooperative einen Kurs zur Vorbereitung auf die externe Hauptschulabschlussprüfung erfolgreich organisiert. Die Teilnehmer befanden sich in Arbeitsgelegenheiten (AGH) nach § 16 SGB II. Von ursprünglich 20 Teilnehmern haben 17 den Kurs beendet und den externen Hauptschulabschluss erworben: zehn Frauen (davon vier allein erziehend) und sieben Männer. Die Durchschnittsnote der Abschlüsse war die Note 2.
Die Lehrgangsteilnehmer hatten ein Durchschnittsalter von 23,2 Jahren; außer aus Deutschland kamen die Teilnehmer aus acht weiteren Ländern.
Die AGH-Maßnahme umfasste insgesamt 25 Wochenstunden, wovon die Teilnehmer jeweils zwei Tage in der Woche je sieben Unterrichtsstunden erhielten, an den übrigen drei Tagen nahmen sie an ihrer Arbeitsgelegenheit teil. Zwei Teilnehmerinnen wurde im Anschluss an den Kurs ein Ausbildungsvertrag angeboten; einige Teilnehmer möchten ab August dieses Jahres einen Realschulkurs besuchen. Zusätzlich zum fachlichen Unterricht wurden die Teilnehmer intensiv sozialpädagogisch betreut. Die Zeugnisse wurden Mitte April ausgehändigt. Die Rhein-Main Job Center GmbH hat das Vorhaben finanziert. Lehrkräfte auf Honorarbasis gesucht Zur Durchführung von Deutsch- und Alphabetisierungskursen gemäß der Verordnung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) suchen wir ab sofort Lehrkräfte auf Honorarbasis für Deutsch als Fremdsprache (Integrationskurse) Zwingende Voraussetzung ist die BAMF-Zulassung. Außerdem sind Erfahrungen im Deutsch- und Alphabetisierungsunterricht erforderlich. Für unser Angebot "Frühes Fremdsprachenlernen", das sich an Kinder zwischen drei und sechs Jahren richtet, suchen wir Lehrkräfte auf Honorarbasis für Englisch für Kinder (Muttersprachlerinnen und Muttersprachler mit Einfühlungsvermögen und Erfahrungen mit Lernangeboten für Kinder). Zuschriften bitte an Frau Petra Fuentes, Lehrerkooperative e.V., Sprachenzentrum an der Zeil, Carl-Theodor-Reiffenstein-Platz 8, 60313 Frankfurt – petra.fuentes@lehrerkooperative.de „Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen“ – Erfolgreicher Abschluss des ESF-Kurses Der Lehrgang war für 20 benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 27 Jahren konzipiert, die keinen Hauptschulabschluss erreicht und wegen ihres besonderen Förderbedarfs keine Perspektive für eine berufliche Ausbildung haben. Die Mittel für den Lehrgang (er dauerte vom 1.1.2009 bis zum 31.12.2009) haben das Land Hessen als Hauptfinanziererer, der Europäische Sozialfonds Hessen (Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen) und das Jugend-und Sozialamt der Stadt Frankfurt bereitgestellt. In Kombination von sozialpädagogischer Begleitung, Fachunterricht und Berufsqualifizierung war es ein Ziel des Kurses, die Teilnehmenden auf die externe Hauptschulprüfung vorzubereiten und ihnen so mittelfristig die Möglichkeit einer beruflichen/schulischen Ausbildung und einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zu erschließen. Außerdem sollten die Teilnehmenden in ihrer persönlichen Lebenssituation gestärkt werden, um Verantwortung und Handlungskompetenz für sich übernehmen zu können. Schulverweigerung und sozial unangemessenes Verhalten sind in der angesprochenen Zielgruppe leider ein häufiges Problem. Mangelnde Sprachkenntnisse, kulturelle Konflikte mit den Eltern, Traumatisierungen, Empfinden von Ausgrenzung und Chancenlosigkeit führen immer wieder dazu, dass Schulkarrieren misslingen. Der Lehrgang, der als Erkennungsmerkmal die Bezeichnung „vorwärts“ trug, ist mit seiner konzentrierten, betont teilnehmerindividuell und differenziert angelegten Unterrichtsstruktur und den intensiven Praktika inner- und außerhalb der Lehrerkooperative sehr erfolgreich gewesen: Alle Teilnehmenden, die an der Abschlussprüfung teilgenommen haben, haben diese auch bestanden. Der Notendurchschnitt lag bei 1,7. Zieht man in Betracht, dass es sich um Jugendliche und junge Erwachsene handelte, die teils jahrelang keine Schule mehr besucht und andere Möglichkeiten zum Erwerb des Hauptschulabschlusses nicht genutzt haben, ist dies eine bemerkenswerte Leistung der Teilnehmenden. Ein Nachfolge-Lehrgang läuft seit Januar 2010. Infos: Tom Boehm, Telefon: 069-94332744, tom.boehm@lehrerkooperative.de "Vielfalt bewegt Frankfurt" - zu Gast in der Freien Schule für Erwachsene Das mobile Online-Team, das Meinungen zum Frankfurter Integrations- und Diversitätskonzepts einholt, besuchte im Februar die Freie Schule für Erwachsene. Dort ist es möglich, den Hauptschul- und den Realschulabschluss nachzuholen. Das Konzept der Freien Schule ist besonders erwachsenengerecht: es setzt auf intensive Förderung der Motivation, bietet individuelles Coaching und vermittelt das Wissen in modernen Unterrichtsmodulen, die auf die Wirklichkeit und Vielfalt heutiger Biografien und Lebensplanungen Bezug nimmt. Mehr als 30 Studierende der Freien Schule diskutierten nach der Präsentation des Integrations-Konzepts durch eine Agentur mit deren Vertreterinnen. Das lebhafte Gespräch brachte Anregungen für eine bessere Beteiligung benachteiligter Personen an Bildung und an politischen Entscheidungsprozessen und hat somit Impulse für die Frankfurter Integrationspolitik ergeben. Es war gleichzeitig eine Lehrstunde, wie man sich auf demokratische Weise Gehör verschafft, Anliegen zur Diskussion stellt und eine Verständigung erreicht. Politisches Desinteresse, gerade jüngeren Menschen oft vorgehalten, war hier, wo Meinungsäußerungen ausdrücklich erwünscht waren und respektvoll erfragt wurden, jedenfalls nicht zu spüren. Die öffentliche Abschlussveranstaltung zur Diskussion des Integrationskonzepts fand am 10. März 2010 in der Stadtbücherei, Hasengasse 4, 60313 Frankfurt, statt. http://www.vielfalt-bewegt-frankfurt.de/mitmachen/vorschlag 25 Jahre Lehrerkooperative
Vor 25 Jahren - am 19. Februar 1985 - ist die Lehrerkooperative in Frankfurt gegründet worden. Das Ziel war der Aufbau von Jobs in Eigeninitiative und eigener Verantwortung – das war verlockend und eine große Herausforderung.
Die Lehrerkooperative ist als selbstverwalteter Verein mit vielen Diskussionen gewachsen und gediehen und hat sich immer als Organisation verstanden, die offen ist für Ideen und neue Vorhaben. Unser Motto war: wir probieren das mal…. Viele erfolgreiche Projekte sind so entstanden, der Eritreische Kinder und Jugend-Treff, der Nepomuk-Hort in Altenstadt, die Frauenzentren, der Lese-Schreib-Service, der erste Hort in der Basaltstraße, später die Lernhilfen und das Praxislernprojekt und ein schnell wachsender Kita-Bereich.
Im Jahr 1998 gab es einen Einschnitt, weil die Selbstverwaltung den organisatorischen Anforderungen des erheblich gewachsenen Betriebs nicht mehr gerecht wurde. In diesem größer gewordenen Betrieb mussten wichtige Entscheidungen – wirtschaftliche, personelle, arbeitsrechtliche – verantwortlich, wohlbegründet und zügig aus dem Blickwinkel der Gesamtorganisation getroffen werden. Der neue Vorstand bewirkte eine Satzungsänderung, wonach Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen als Mitglieder des Vereins Lehrerkooperative nur noch beratend, nicht aber stimmberechtigt an Mitgliederversammlungen teilnehmen können. Seitdem wählen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Betriebsrat.
In den letzten Jahren sind neue Kindergärten, Horte, eine Krabbelstube und Schulbetreuungen entstanden. Zwei Schulen wurden gegründet und haben mit großen Belastungen die dreijährige Aufbauzeit überstanden. Beide Schulen arbeiten sehr erfolgreich und können als Modellprojekte gelten. Im sozialpädagogischen Projekt sind wir als Träger auch sehr erfolgreich und bekommen viele Nachfragen von den Sozialrathäusern. Unsere Projekte im Bereich Jugend und Arbeit verhelfen jungen Menschen zu einem Schulabschluss, einer Ausbildung oder Arbeit. Im Sprachenbereich helfen wir - wie seit dem ersten Kurs 1984/85 - Zuwanderern dabei, die deutsche Sprache zu sprechen und zu verstehen. Die Frauenzentren sind eine kleine Heimat für viele Frauen und sehr aktiv in Bildungsangeboten. Die Arbeit der Lehrerkooperative wird von der Stadt Frankfurt, dem Hauptauftraggeber, geschätzt und anerkannt.
Die Lehrerkooperative leistet mit ihren fast 400 MitarbeiterInnen gute und in vielen Punkten hervorragende Bildungsarbeit. Kooperation und Hilfe zur Selbsthilfe, Solidarität und eine möglichst selbstbestimmte Arbeit waren die im Grunde bis heute aktuellen Gründungsgedanken – ebenso wie der Wunsch, mit kritischem Blick Neues zu entwickeln und nicht in Routine zu verharren. Dies ist in der heutigen Zivilgesellschaft notwendiger denn je. Staatliche Stellen haben nicht immer die wirksamsten Konzepte – Vieles können freie Einrichtungen besser und schneller umsetzen.
Rolf Schmidt, Geschäftsführender Vorstand, dankt an diesem 25.Geburtstag der Lehrerkooperative im Namen des gesamten Vorstands allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besonders herzlich für ihre engagierte Arbeit. Ebenso dankt Rolf Schmidt den Auftraggebern und Partnern der Lehrerkooperative für das – oft langjährige – Vertrauen, das sie in die Qualität der Bildungsarbeit der Lehrerkooperative setzen. Ökolandbau.de - Interview mit Miriam Mansour In der Rubrik "nachgefragt bei" veröffentlicht das Informationsportal ein Interview mit der Dipl.-Oecotrophologin Miriam Mansour. Frau Mansour ist Ernährungsbeauftragte für die Kitas der Lehrerkooperative und damit zuständig für die Lebensmittel-Versorgung der Kinder in unseren Kindertagesstätten und Schulnahen Betreuungen. Die Besonderheit: der hohe Anteil biologisch erzeugter Nahrungsmittel, der im Jahr 2010 in unseren Küchen einen durchschnittlichen Wert von 80% (Bioanteil am Wareneinsatz) erreichen wird. Die Lehrerkooperative hat mit dieser 2007 gestarteten Orientierung an Biokost für Kinder Neuland betreten. Die Bio-Versorgung sammelt nicht nur ökologisch und bezogen auf die Kinder-Gesundheit Pluspunkte, sie ist im Kontext frühkindlicher Bildung ein wesentliches Qualitätsmerkmal und Anknüpfungspunkt für unterschiedlichste Lern-und Erfahrungsprojekte. Sie ist sozial integrativ, weil gerade auch Kinder aus einkommenschwachen Haushalten täglich hochwertige Kost erhalten und ein bewusstes, qualitätsorientiertes Ernährungsverhalten vermittelt bekommen. www.oekolandbau.de/grossverbraucher/umsetzuung/interviews/nachgefragt NACHRICHTEN aus dem Jahr 2009 Mehr Sprachen für Kinder – Kongress in München Mitarbeiterinnen unseres mehrsprachigen Erasmus-Kindergartens und unsere Fachberaterin für Sprachförderung im Kita-Bereich, Rosa Hettenbach, besuchten am 13. November 2009 den Fachtag "Mehr Sprachen für Kinder – Konzepte für Kindergärten und den Übergang in die Grundschule" am Goethe-Institut in München. Veranstalter war der Verein für Frühe Mehrsprachigkeit an Kindertageseinrichtungen und Schulen (FMKS), dessen Mitglied die Lehrerkooperative ist. Austausch und Diskussion mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis aus ganz Deutschland waren sehr fruchtbar; wir erhielten neue wertvolle Impulse für unsere Arbeit in der Sprachförderung und der frühen Mehrsprachigkeit und konnten selbst wichtige Erfahrungen weitergeben. Es waren 230 Teilnehmer/innen akkreditiert aus ganz Deutschland und auch Mitarbeiter/innen bilingualer Kitas aus dem Ausland, an denen Deutsch eine der verwendeten Sprachen ist. "Sprachförderung im Vorschulalter" – Fortbildungsreihe gestartet Gemeinsam mit dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften bietet die Lehrerkooperative die Fortbildung „Viele Kinder – viele Sprachen - Grundlagen der Sprachförderung im Vorschulalter“ an. Die vier Eintagesveranstaltungen, die zwischen Oktober 2009 und September 2010 in Frankfurt stattfinden, widmen sich folgenden Themen:
1. Spracherwerb und Sprachentwicklung – Bedeutung der Erstsprache im Zweitspracherwerb und Interkulturelles Lernen. (29.Oktober 2009) 2. Individuelle sprachliche Förderung der Zweitsprache Deutsch auf der Grundlage von Sprachentwicklungsbeobachtung (5. März 2010) 3. Ausgewählte Sprachförderprogramme und -materialien für den Kindergarten (3. Mai 2010) 4. Mehrsprachige Erziehung und Zusammenarbeit mit den Eltern (14. September 2010) Insbesondere den ersten und den vierten Teil sollten alle pädagogischen Kräfte, die mit Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren arbeiten, besuchen. Teil zwei und drei richten sich in erster Linie an Beauftragte für Sprachförderung in Kindertagesstätten. Im Vorjahr (2008/2009) nahmen insgesamt 26 Mitarbeiter/innen aus den Kitas der Lehrerkooperative und 45 Mitarbeiter/innen anderer Träger an den Fortbildungen teil. Im Oktober 2010 beginnt der Zyklus aus vier Veranstaltungen erneut.
Informationen zu Teilnahmenbedingungen und Anmeldung: Rosa Hettenbach, Lehrerkooperative e.V., Fachberaterin Sprachförderung, Fortbildnerin, Telefon:069- 97063630. Bildung und Kunst – Kita „Im Galluspark“ gewinnt Ersten Preis Seit Mitte November ist in der Kita eine Ausstellung mit 21 neuen Bildern aus dem Malatelier der Kita zu sehen. Kinder zwischen drei und sechs haben mit Acrylfarben auf Malkarton (Format 50x70 cm) gearbeitet. Angelehnt an den Mal-Ort (Arno Stern) und das Mal-Atelier (Bettina Egger) wird im Malatelier am Pfarrer-Perabo-Platz in kleinen Gruppen (bis sechs Kinder) gearbeitet – ohne thematische Vorgaben. Das Malatelier ist ein besonders geschützter Raum, in dem die Kinder ungestört malen können, was für sie im Moment wichtig ist. Sie können sich unmittelbar bildnerisch ausdrücken. Der Prozess des Malens ist das Wesentliche, nicht das „fertige, schöne Bild“. Was ein Kind innerlich beschäftigt, gelangt in sichtbarer Bewegung nach außen. Auch 2009 hat die Kita Galluspark am Lesezauber-Wettbewerb der Stadtteilbücherei Gallus teilgenommen. Zum Themenschwerpunkt „Märchen“ haben acht Kinder der Kita im Alter von vier bis sechs eine Gemeinschaftsarbeit eingereicht. Zu dem Buch „Prinzessin Annabel und der Drache Amadeus“ haben die Kinder in unserer Kunstwerkstatt Illustrationen in Collagentechnik gestaltet. Bei der Preisverleihung am 10.11.2009 in der Stadtteilbücherei Gallus wurde den Kindern aus der Kita Galluspark von der Jury der 1. Preis in Form eines schönen Kinderbuches überreicht. Die Ausstellung, zu der auch Fotos der Kinder in der Malsituation gehören, kann nach telefonischer Vereinbarung (069/7382194) besichtigt werden; Ansprechpartner ist Wolfgang Huth. Internationaler Kindergarten „Galluspark" HR 2-Sendung "Doppelkopf" mit Rolf Schmidt am 11.11.2009 Am Mittwoch, 11.11.2009, um 12.05 Uhr und als Wiederholung am selben Tag um 23.05 Uhr sendet der Hessische Rundfunk in hr 2 einen Doppelkopf mit Rolf Schmidt, Vorsitzender des Vorstandes der Lehrerkooperative. Am 11.11. heißt es: "Am Tisch mit Rolf Schmidt, "Bildungs-Innovateur". Gastgeberin ist Michaela Wunderle. In der bekannten und sehr informativen Sendung sind jeweils Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Bildung oder der Wissenschaft im Gespräch mit Redakteuren des hr2. Entwurf eines Integrations- und Diversitätsprojekt für Frankfurt - Vorschlag von Rolf Schmidt, Vorstand der Lehrerkooperative Am 5. Oktober 2009 hat die Frankfurter Integrationsdezernentin, Frau Dr. Eskandari-Grünberg, den Entwurf eines Integrations- und Diversitätskonzepts der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Konzept, so die erklärte Absicht, soll stadtweit diskutiert werden: Alle Bevölkerungsgruppen, Einzelpersonen, Verbände, Organisationen, Bildungsträger sind zu Meinungsäußerungen aufgerufen. Ein mehrmonatiger und mehrstufiger Prozess der Diskussion hat begonnen. An dessen Ende soll ein Konzept stehen, in dem die zu erwartenden zahlreichen Vorschläge und Anregungen Eingang finden. Rolf Schmidt, Vorsitzender des Vorstandes der Lehrerkooperative, hat zum Kapitel 2.4 ("Deutsch und Mehrsprachigkeit") einen Gastbeitrag beigesteuert, der folgenden Vorschlag enthält: "Ich schlage für Frankfurt ein Programm „Vielfalt und Sprache - Mehrsprachigkeit durch Immersion“ vor. Durch eine gezielte, geförderte, geplante Einrichtung von zwei- und dreisprachigen Gruppen und Klassen (nicht unbedingt der ganzen Einrichtung) in Krabbelstuben, Kindergärten, Horten und Grundschulen kann eine vielfältige Mehrsprachigkeit der nachwachsenden Generation in Frankfurt entstehen, für die der Spracherwerb und die Alphabetisierung in zwei oder drei Sprachen – dabei immer natürlich auch in der deutschen Sprache – im Zentrum der ersten sechs, acht oder zehn Lebensjahre steht. Die Stärkung der Familiensprache kann damit verbunden werden." - Der Wortlaut des gesamten Beitrags in Kürze an dieser Stelle. Kinder lernen „spielend“ drei Sprachen - Vortrags- und Diskussionsabend zum dreijährigen Bestehen der Erasmusschule Die dreisprachige Erasmus-von-Rotterdam-Schule und der Erasmus-Kindergarten im gleichen Haus (beides Einrichtungen der Lehrerkooperative) arbeiten seit drei Jahren mit der Immersionsmethode. Die Kinder von drei bis neun Jahren erwerben im Alltag von Kindergarten und Schule die sprachliche Kompetenz in drei Sprachen und werden in der Schule in zwei Sprachen alphabetisiert. Die Lehrerkooperative macht sich für eine mehrsprachige Bildung aller Kinder stark - wie es seit Jahren die Europäische Union fordert. Am 18.9.2009 gaben Expertinnen und Experten im Saalbau Gutleut ihre Erkenntnisse und Erfahrungen weiter - es ging um Ideen, Ermutigung, die Auswertung des Erreichten und um die Perspektiven mehrsprachiger Bildung. Dabei zeigte sich, dass der Vorteil der Mehrsprachigkeit - optimalerweise früh begonnen - nicht nur im Beherrschen zusätzlicher Sprachen und den damit verbundenen zusätzlichen Deutungsmustern und Erschließungsmöglichkeiten besteht, sondern dass Sprachenlernen "an sich" eine gewinnbringende Methode ist, um Lernen und Wissen zu ermöglichen und zu fördern. Außerdem wurde deutlich, dass für mehrsprachige Erziehung, gerade auch für die Immersion ("Sprachbad") langjährig erprobte und zuverlässig evaluierbare Konzepte vorliegen, deren breitem Einsatz im Schulwesen keine unüberbrückbaren Hindernisse im Wege stehen - wenn es denn bildungspolitisch gewollt wäre. Rolf Schmidt, Vorstand der Lehrerkooperative e.V., moderierte den Abend. Christer Laurén, Professor für schwedische Sprache an der Universität Vaasa (Finnland), Centre for Immersion and Multilingualism, plädoyierte engagiert für das Ziel „Mehrere Sprachen für alle“ und verwies auf die Erfolge in Kanada und Skandinavien. Dr. Almut Küppers vom Institut für England- und Amerikastudien der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität stellte eine zeitgemäße Mehrsprachigkeitsdidaktik vor. Greg Poarch, ebenfalls am Institut für England- und Amerikastudien und wissenschaftlicher Begleiter der Erasmus-Schule, gab seinem Beitrag den Titel: „Sprachstandserhebung – Ergebnisse der Erasmus-Schule“. Von Jeremy Roche und Matthew Bonnici (Lehrerteam Erasmus-Schule) kam der anschauliche und sehr engagierte Beitrag: „Wie wir es machen – was wir gelernt haben – was die Kinder können“. Etwa 90 Besucherinnen und Besucher nahmen an dem informativen und anregenden Abend teil und suchten den Dialog mit den Referenten. Praxislernprojekt unterstützt bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz
Der neue Berufsvorbereitungslehrgang „Praxislernprojekt“ der Lehrerkooperative e.V. startet Anfang September 2009. Teilnehmen können Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren, die in Frankfurt wohnen, mindestens einen Hauptschulabschluss haben und eine Ausbildung suchen. Der Lehrgang dauert maximal ein Jahr und ist kostenfrei.
Interessierte Jugendliche melden sich bei: Praxislernprojekt der Lehrerkooperative e.V., Heidelberger Straße 13, 60327 Frankfurt, Telefon 069-40590496.
Der Lehrgang besteht aus Hilfen bei der Berufswahl, Bewerbungstraining, Fachunterricht als Vorbereitung auf die Berufsschule und Praktika in verschiedenen Betrieben. Jugendliche, die sich bisher erfolglos um einen Ausbildungsplatz beworben haben, können meist durch ein Praktikum einen Arbeitgeber überzeugen, sie auszubilden.
Die Lehrgänge werden seit 12 Jahren durch das Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt gefördert. Die Mehrzahl der Jugendlichen, die die Lehrgänge besuchten, hat anschließend eine Ausbildung gefunden und auch die Probezeit bestanden. Freie Schule für Erwachsene: Hervorragende Bilanz der Abschlussprüfungen
16 Studierende der Freien Schule für Erwachsene und damit alle, die sich zur Prüfung gemeldet haben, haben ihre Realschulabschlüsse nach mündlichen und schriftlichen Prüfungen unter Aufsicht des Staatlichen Schulamts bestanden. Die Durchschnittsnote beträgt 1,9. Neben der klassischen mündlichen Prüfung haben die Studierenden auch in diesem Jahr kompetente und anschauliche, z. T. multimediale Präsentationen zu literarischen, gesellschaftswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Themen sowie in den Sprachen Englisch und Spanisch gezeigt. Auch die Hauptschulabschluss-Prüfungen vom Mai 2009, die wegen einer Nachprüfung erst Ende Juni formal abschließend vorlagen, haben sehr gute Ergebnisse gebracht: Alle 35 TeilnehmerInnen des Hasa-Lehrgangs (23 vom Hasalehrgang in der Hanauer Landstraße, 12 von der Freien Schule) haben den Hauptschulabschluss erreicht. Auch hier haben alle, die sich zur Prüfung gemeldet haben, diese auch bestanden. Der Notendurchschnitt liegt bei 2,2. Weitere Informationen: Erfolgreiche Weiterbildung für Kita-Leitungen: Zertifikatsvergabe am 8. Mai 2009 Die Anforderungen an das Leitungspersonal von Betreuungseinrichtungen für Kinder weiten sich ständig aus und es ist absehbar, dass diese Entwicklung weitergeht. Die Lehrerkooperative hat diese Herausforderung angenommen und mit den Leitungskräften der Kitas eine eigens auf die fachlichen und organisatorischen Bedürfnisse der Lehrerkooperative zugeschnittene berufsbegleitende Fortbildung über 16 Monate durchgeführt. Das anspruchsvolle Lern- und Arbeitsprogramm deckte alle wesentlichen Facetten ab, die Leitungstätigkeit und Führungsaufgaben heute ausmachen. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin hatte, um das Zertifikat zu erhalten, auch eine Hausarbeit zu schreiben. Beim Abschlusskolloquium standen vier Themen im Vordergrund: Erziehungspartnerschaft als Bildungsauftrag des Hessischen Bildungs-und Erziehungsplans, Führen mit Zielvereinbarungen, Teamfragen und Modelle der Personalentwicklung. Rolf Schmidt, Vorsitzender des Vorstandes der Lehrerkooperative, konnte an 20 auf ihre Leistung zurecht stolze Kita-Leitungen Zertifikate übergeben und dankte den Kolleginnen und Kollegen für ihr Engagement und ihre Ausdauer. Rolf Schmidt würdigte auch den hohen Einsatz der Trainerin, Frau Gudrun Nagel, die das innovative Programm für die Lehrerkooperative entwickelt hatte. - Zur Zeit laufen parallel in Gruppen die Fortbildungen für die übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Themen des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans. Mit diesen beiden - zeit- und kostenintensiven - Weiterbildungen für Leitungen und für Mitarbeiter setzt die Lehrerkooperative ein unübersehbares Signal in der Diskussion zur Qualität der pädagogischen Arbeit und nimmt eine Vorreiterrolle in der Personalqualifizierung ein. Preis für Lerntherapeutische Praxis Die "Lerntherapeutische Praxis" der Lehrerkooperative hat einem mit 1.000 Euro datierten Preis im Ideenwettbewerb "Mathe erleben" des Bundesbildungsministeriums gewonnen. Unter dem Titel "Kosmo-Mathematik" untersuchten Mitarbeiterinnen der Lerntherapeutischen Praxis die vielen Kulturen des Rechnens und der Mathematik. Mathematische Vielfalt ist in der Lerntherapeutischen Praxis Alltag, denn rechenschwache Kinder entwickeln häufig eigene Lösungsstrategien. So entstand die Idee, die Farbigkeit der Mathematik auch länderübergreifend darzustellen. Das Projekt "Kosmo-Mathematik" überzeugte die Jury. Mit dem Preisgeld entsteht nun ein Film über schwedische Plutimikation, japanische Addition mit Händen und Füßen und die Frage wie ein Außerirdischer mit acht Fingern rechnen würde. Kontakt: Lerntherapeutische Praxis der Lehrerkooperative, Würzburger Straße 8, 60385 Frankfurt, Telefon: 069-40355842, www.lerntherapie-rhein-main.de Wie wird eine gute Schule gemacht? - Vortrag von Enja Riegel mit Diskussion am 21. April 2009 im Ka Eins, Ökohaus Was sind die Bausteine einer guten Schule? Wie fängt man es an, eine gute Schule zu machen? Was können Eltern, Lehrkräfte und Schulträger tun, damit die Kinder und Jugendlichen in einer Schule „die Dinge klären“ können und gerne dort leben? Fragen, die heute nicht nur Eltern schulpflichtiger Kinder stellen. Am 21. April 2009 konnten wir im Tagungszentrum Ka Eins im Frankfurter Ökohaus mit Enja Riegel eine der herausragenden Schulreformerinnen aus Deutschland begrüßen. Ihrem lebhaftem, instruktivem Vortrag folgten mehr als 80 Gäste, die auch an der anschließenden Diskussion mit der Referentin teilnahmen. Frau Riegel war langjährig Direktorin der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, die mit Projektunterricht, Jahresstundentafel, Jahrgangslehren, Theaterarbeit und großer Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler als bundesweites Modell einer reformpädagogisch arbeitenden guten Schule gilt. Die Schule hat beim ersten PISA-Test als eine der besten deutschen Schulen abgeschnitten. Enja Riegel hat nach ihrer Arbeit als Schulleiterin den Campus Klarenthal konzipiert und mitbegründet - eine reformpädagogische Schule in freier Trägerschaft in Wiesbaden. Es war ein spannender Gedankenaustausch mit Frau Riegel und vielen Ideen und Impulsen für ein besseres und erfolgreicheres Schulsystem. Freie Schule erhält Spende von der Chemischen Industrie Die Freie Schule für Erwachsene der Lehrerkooperative erhält vom Fonds der Chemischen Industrie (VCI) 1.300 Euro zum Ausbau ihres Unterrichts-und Medienmaterials für die naturwissenschaftlichen Fächer, insbesondere für Chemie. Das Geld wird im Rahmen des Programms "Schulpartnerschaft Chemie" gewährt, für das der Chemielehrer der Freien Schule, Georg Stammler, einen Antrag gestellt hatte. Von dem Fördergeld werden Chemiekästen im Wert von 1.000 Euro angeschafft, so dass die Studierenden im Unterricht nun selbst Experimente durchführen können - die Motivation zum Selbstlernen ist schließlich ein Eckstein im Bildungskonzept der Freien Schule. Die restlichen 300 Euro der Mittel für Unterrichtsförderung des Fonds fließen in die Anschaffungskosten für den dringend benötigten Beamer; die Freie Schule bringt dafür aus eigenen Mitteln ebenfalls 300 Euro auf. Ines Steiger von der Schulleitung dankte Dr. Gerd Romanowski, Geschäftsführer des Fonds der Chemischen Industrie in Namen der Studierenden und des Kollegiums herzlich für die Spende, die dazu beitragen werde, den Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern wesentlich attraktiver und wirksamer zu gestalten. www.vci.de/fonds Wir stellen um auf Bio-Ernährung! - Bio-Lebensmittel in unseren Kitas – Präsentation in Anwesenheit von Gesundheitsdezernentin Frau Dr. Rottmann Seit November 2008 werden in mehreren Kitas der Lehrerkooperative Lebensmittel aus biologischem Anbau für die Speisenzubereitung verwendet - schrittweise sollen alle Einrichtungen umgestellt werden. Mit dem hohen Anteil (perspektivisch 80 bis 90%) biologisch erzeugter Lebensmittel und der Verwendung vorwiegend regionaler und saisonaler Produkte setzt die Lehrerkooperative einen hohen Standard in der Ernährungsqualität und leistet einen wichtigen Beitrag zur gesunden Ernährung von Kindern.
Am 4. März 2009 haben wir in der Kita „Hohe Straße“ - stellvertretend für alle anderen Einrichtungen der Lehrerkooperative, die sich auch „auf den Weg gemacht haben“ die Versorgung von Kita-Kindern mit Lebensmitteln aus biologischem Anbau demonstriert und das Ernährungskonzept der Lehrerkooperative der Öffentlichkeit präsentiert. Die Frankfurter Gesundheits- und Umweltdezernentin, Frau Stadträtin Dr. Manuela Rottmann, die wir als Gast gewinnen konnten, referierte zur Bedeutung gesunder Ernährung als gesellschaftlicher Herausforderung und sprach dem Ansatz der Lehrerkooperative ihre Anerkennung aus. Willi Preßmar, Abteilungsleiter im Stadtschulamt, hob hervor, dass die Lehrerkooperative in ihren Einrichtungen gesunder Ernährung einen hohen Stellenwert einräumt, was sich auch daran zeige, dass sie eigens eine Oecothrophologin beschäftigt.
Der Koch der Einrichtung, Jens Hendrich, bot einen Einblick in die biologische Küche für Kinder. Weitere Statements kamen von Rolf Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Lehrerkooperative, Werner Lange, dem Kita-Leiter und von Dipl.-Oecotrophologin Miriam Mansour, der Ernährungsfachkraft der Lehrerkooperative. Frau Mansour machte deutlich, dass die Umstellung auf biologische Ernährung ein längerer und vielschichtiger Lernprozess ist, der geduldiger Begleitung bedarf und dass bei den Beteiligten (Kinder, Eltern, Teams) trotz weitverbreiteter positiver Grundhaltung zur gesunden Ernährung um Zustimmung geworben werden muss.
Ein gemeinsames Mittagessen, selbstverständlich aus biologisch produzierten Lebensmitteln zubereitet, war der Schlusspunkt der Präsentation, zu der auch Meinungsbefragungen der Kinder gehörten, denen das, was aus der Bio-Küche kommt, fast immer richtig gut schmeckt.
Die Lehrerkooperative hat sich entschieden, die Herausforderung einer gesunden Ernährung schon im Kindesalter anzunehmen und gesunde Ernährung zu einem integralen Bestandteil ihres Bildungsauftrags zu machen. Biologisch erzeugte Nahrungsmittel sind eine hervorragende Grundlage für eine verantwortungsvolle, qualitativ hochwertige Ernährung. Frühkindliche Lernerfahrungen prägen das Ernährungsbewusstsein im erwachsenen Leben vor. Bewusste Ernährung und ein ausgewogener Speiseplan fördern aber auch die Lern- und Leistungsfähigkeit der Kinder und sind daher originär pädagogische Themen. Die Lehrerkooperative hat mit der Umstellung auf Bio-Kost ein Signal gesetzt und will ein Umdenken anstoßen. Zurzeit gehören wir – nach unserer Kenntnis – wohl zu den wenigen Kita-Trägern in Deutschland, die konsequent auf Bio-Kost umstellen.
Weitere Informationen: Dipl.-Oecothrophologin Miriam Mansour, Ernährungsfachkraft der Lehrerkooperative e.V., Telefon: 069 - 30066821 Jugendberufshilfe Fechenheim offiziell eröffnet Am 27.1.2009 war es soweit: die im Herbst 2008 eingerichtete und vom Jugend-und Sozialamt finanzierte Jugendberufshilfe Fechenheim (Alt-Fechenheim 68, 60386 Frankfurt) hat ihr Angebot zur Unterstützung ausbildungsplatz- und arbeitssuchender Jugendlicher mit Informations- und Orientierungsproblemen mit guter Resonanz der Öffentlichkeit im Stadtteil vorgestellt. Seit Herbst hat es bereits zu etwa 50 Jugendlichen Kontakt gegeben; das ist für ein neues Angebot, das erst für sich werben muss, eine sehr gute „Eröffnungsbilanz“. Der 27.1. wurde zu einem Stelldichein der örtlichen Anbieter der Jugendhilfe, Vertretern von Vereinen, des Jugend- und Sozialamts, des Sozialrathaus Bergen-Enkheim, des Gewerbevereins und des Ortsbeirats. Auch eine Reihe von Jugendlichen nahm teil. Anja Oettinghaus, eine Mitarbeiterin, zeigte Fotos aus dem vielseitigen und eigenständigen Stadtteil. (Telefon:069-40 89 35 80). Abschied von Dr. Hanjo Diekmann Hanjo Diekmann, geboren am 2. Juli 1946 in Rhaden, ist am 10. Januar 2009 in Frankfurt gestorben. Hanjo Diekmann war Mitglied des Beirats der Lehrerkooperative. Mit ihm haben wir einen guten Freund, Berater und Unterstützer unseres Vereins verloren. Hanjo Diekmann hat sich bis kurz vor seinem Tod engagiert um die Lehrerkooperative gekümmert. Er hat noch im Herbst 2008 eine Veranstaltung zur Bildungsbenachteiligung für uns vorbereitet. Wir werden Hanjo Diekmann, der uns immer zu einer offenen, lebendigen Bildungsarbeit ermutigt hat, nicht vergessen und sein Andenken in Ehren halten. Unser besonderes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen. Politiker informieren sich am 16.1.2009 über frühe Sprachförderung in der Kita "Gederner Straße" Für ihren Gast aus Hamburg, den ersten Bürgermeister der Hansestadt, Ole van Beust, hatte die Frankfurter Oberbürgersmeisterin Petra Roth die Lehrerkooperative gebeten, in einer Kita den aktuellen Stand frühkindlicher Sprachförderung zu demonstrieren. Die Wahl fiel auf die Kita "Gederner Straße" in Eckenheim, deren Pädagogen die frühe Sprachförderung als einen Schlüsselauftrag angenommen haben. Mit viel Engagement auf der Basis wissenschaftlicher Ansätze (z.B. Kon-Lab) und in einer lebendigen anregenden Umgebung werden die Kinder dort für Sprache, für den Klang von Worten, für Bücher, Texte und Literatur begeistert. Als ein Element der Sprachförderung haben die Hortkinder sogar eine eigene Bibliothek "mit allem Drum und Dran" aufgebaut. Neben Frau Roth und Herrn von Beust nahmen die Landtagskandidatin der CDU, Frau Gudrun Osterburg, die Frankfurter Stadtverordnete Frau Dr. Bernadette Weyland, der Stadtverordnete Wolff Holtz und die Sozialbezirksvorsteherin Ursula Plahusch teil. Ungezwungen gaben die Kinder Auskunft über ihre Projekte und die Politiker, die sich in diesem Umfeld sichtlich wohlfühlten, betonten einmal mehr den herausragenden Stellenwert einer möglichst früh ansetzenden Sprachförderung. Rolf Schmidt, Vorstand der Lehrerkooperative, betonte im abschließenden Gespräch den integrationsfördernden Aspekt der Sprachförderung und unterstützte das Konzept der Ganztagsschule. Für die Arbeit der Kitaleiterin Heike Fay und ihr Team gab es nach dem Besuch viele ehrliche Worte der Anerkennung verbunden mit der Aufforderung, den erfolgreichen Weg weiterzugehen. „vorwärts" - Berufsvorbereitung und schulische Qualifizierung - für Jugendliche ohne Schulabschluss und Ausbildung Seit Januar geht es "vorwärts" - mit einem neuen Angebot für junge Menschen ohne Schulabschluss. Den Kurs finanziert das Hessische Sozialministerium im Rahmen des ESF-Förderprogramms „Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen“, die Kofinanzierung kommt vom Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt am Main. Da die Förderung nicht auch durch die Rhein-Main-Jobcenter GmbH erfolgt, können Jugendliche und junge Erwachsene, die bereits eine Förderung nach dem SGB II erhalten (Hartz IV), leider nicht an dem Kurs teilnehmen. "vorwärts“ dauert 12 Monate. Es werden insgesamt 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefördert. Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene von 14 bis 27 Jahren ohne Schulabschluss und ohne abgeschlossene Ausbildung. Jugendliche, die die allgemeinbildende Schulpflicht noch nicht erfüllt haben, müssen vom Staatlichen Schulamt von der Teilnahme am Unterricht in einer allgemeinbildenden oder beruflichen Schule befreit sein. Das Besondere an "vorwärts": der Einstieg ist jederzeit möglich! Ziele sind Berufsvorbereitung und -orientierung, der Hauptschulabschluss, der Übergang in Ausbildung, eine Arbeit oder der Besuch einer weiterführenden Schule sowie das Wecken von Bildungsinteresse (lebenslanges Lernen). Die Teilnehmer arbeiten (nach einer Einführungsphase von 4 – 6 Wochen) kontinuierlich zwei Tage in der Woche auf einer „Praxisstelle“. So werden berufliche Praxis und die nötigen Sozial- und Handlungskompetenzen "Hand in Hand" eworben. In dieser Zeit werden in einzelnen Berufen wichtige Grundfertigkeiten erlernt. Nach der Sommerpause arbeiten die Jugendlichen in externen Praxisbetrieben zur Erprobung des Gelernten und zur weiteren beruflichen Orientierung. An den drei übrigen Wochentagen erhalten sie allgemeinbildenden Unterricht zur Vorbereitung auf die Hauptschulprüfung und fachtheoretischen Unterricht. Die Prüfung zum „externen Hauptschulabschluss“ wird Ende November 2009 sein, anschließend wird der bereits vorbereitete Übergang in Ausbildung, Arbeit oder weiterführende Schule mit den Teilnehmern gemeinsam umgesetzt. "vorwärts" läuft in der Ostparkstraße 45, 60385 Frankfurt (Nähe Ostbahnhof). Anmeldung und Beratung: Tom Boehm, Telefon 069-943327-44. NACHRICHTEN aus dem Jahr 2008 Freie Schule für Erwachsene - ein Kunst-Atelier für zwei Tage am 17. und 18. Dezember 2008 - zu den Themen Nahrung/Ernährung Unsere Freie Schule für Erwachsene legt großen Wert auf kreative und künstlerische Projekte, die für und mit den Studierenden veranstaltet werden. Seit der Gründung 2006 hat es bereits sechs Kunstprojekte gegeben, immer mit sehr guter Beteiligung und Rückmeldung. Es zeigt sich, welche kreativen Energien und Potentiale in diesen Angeboten stecken bzw. freigesetzt werden können.
Bei dem aktuellen Projekt geht es um Nahrung bzw. Ernährung; sie sollen in ihren Facetten und Aspekten nun künstlerisch aufgegriffen und in verschiedenen Techniken (Malerei, Plastik, Collage, etc.) gestaltet werden, nachdem sie bereits im Unterricht behandelt wurden. Alle drei Klassen (eine HASA-Klasse, zwei RESA-Kassen) - insgesamt ca. 45 Studierende – sind aufgerufen, sich zu beteiligen. Erstmalig wird bei diesem Projekt auch mit dem Hauptschulabschluss- und Berufsvorbereitungslehrgang der Lehrerkooperative zusammengearbeitet.
"Freie Schule für Erwachsene - ein Kunst-Atelier für zwei Tage" heißt das Projekt, zu dem Künstlerinnen und Künstler eingeladen werden, die bei der Vorbereitung und Umsetzung mitgewirkt haben wie Max Pauer, Uta Malin, Monika Frank-Auth und andere.
Christian Melkonian, Dipl.-Designer und EDV-Lehrer bei der Freien Schule organisiert und leitet das Kunst-Atelier mit Unterstützung der anderen Lehrkräfte der Freien Schule für Erwachsene und dieses Mal wird das Projekt von Bernhard Kerber mitgeleitet, der im HASA-Projekt der Lehrerkooperative Kunst unterrichtet. Die Ergebnisse des Kunst-Ateliers werden von den Studierenden selbst präsentiert und von den beiden Projektleitern bewertet.
Freie Schule für Erwachsene der Lehrerkooperative e.V., Ostparkstraße 45, 60385 Frankfurt. Schulleitung: Ines Steiger und Martin Arnd, Telefon: 069-943327-41/43. LAIF – Leben und Arbeiten in Frankfurt Die Lehrerkooperative hat als Netzwerkpartner gemeinsam mit berami e.V., FIM – Frauenrecht ist Menschenrecht e.V. und dem Evangelischen Regionalverband einen Antrag auf Mittel aus dem ESF gestellt, dem stattgegeben wurde. Vom 1.11.2008 bis zum 30.10.2010 realisieren die vier Netzwerkpartner (berami e.V. übernimmt auch die Koordination und Steuerung der vier Teilprojekte der vier Partner) das Projekt LAIF: „Leben und Arbeiten in Frankfurt“. Wir wenden uns an Bleibeberechtigte und Flüchtlinge aller Altersgruppen und wollen diese bei der Integration in tragfähige, langfristige Beschäftigungsverhältnisse unterstützen und ihre beruflichen Chancen verbessern. Durch die Kompetenzen der Netzwerkpartner (fachkundige Beratung in aufenthalts- und arbeitsrechtlichen Fragen, Deutschförderung, Förderung berufsbezogener, fachlicher Sprachkompetenzen, Berufsorientierung und Berufsberatung, psycho-soziale Beratung, Vermittlung in Praktika und in Arbeitsverhältnisse) wird eine ganzheitliche Intervention für die Zielgruppe mit einem umfassenden Spektrum geeigneter Hilfen möglich, wie es ein einzelner Träger nicht bieten könnte. Lerntherapeutische Praxis zieht nach Frankfurt 2004 hat die Lehrerkooperative eine Praxis für Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwäche in Flörsheim am Main übernommen: die „Lerntherapeutische Praxis Flörsheim“. Das Leistungsspektrum wurde schrittweise ausgebaut: so kamen Angebote für Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwäche im Fach Englisch und mit Rechenschwäche (Dyskalkulie) hinzu. Mitarbeiterinnen der Lerntherapeutischen Praxis haben ihr Wissen und ihre Lernkonzepte von Anfang an auch unseren Kindertagesstätten zur Verfügung gestellt. Die Lerntherapeutische Praxis ist zum 1.12.2008 nach Frankfurt umgezogen, die Adresse: Würzburger Straße 8, 60385 Frankfurt. In Flörsheim werden die bestehenden Verträge zu Ende geführt. Infos: 0163-7706393. Gesundheitswoche im Frauenprojekt Gallus Vom 3. bis zum 7. November 2008 veranstaltete das Frauenprojekt seine erste Gesundheitswoche. Die Informationen und Angebote waren für die Kursteilnehmerinnen aus den Integrationskursen und für andere interessierte Frauen aus dem Stadtteil gedacht und fanden in Zusammenarbeit mit Balance e.V., Bewegungsimpulse, einer Deutschlehrerin, dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt, einer Heilpraktikerin, pro Familia e.V. und einer Gesangslehrerin statt. Mit diesem Angebot sollten die Migrantinnen für den wichtigen – aber nicht ausreichend beachteten - Themenkreis „Gesundheit, Prävention, Entspannung“ in einer zielgruppengerechten Weise gewonnen werden. Die Teilnahme an den Angeboten war gebührenfrei. Informationen zum Programm: Frauenprojekt Gallus, Hattersheimer Straße 2, 60326 Frankfurt, Telefon: 069-738 28 63. Fernsehinterviews mit Studierenden der Freien Schule für Erwachsene In der 3 Sat-Sendung am 22. Oktober 2008 - dem Tag des Berliner Bildungsgipfels - berichtet „nano spezial“ um 18:30 unter der Frage: „Bildung - eine deutsche Sackgasse?“ über schwierige Bildungsbiografien und Möglichkeiten, diese wieder auf eine Erfolgsbahn umzulenken. Für diese Sendung wurden Aufnahmen in unserer Freien Schule für Erwachsene gemacht und deren Studierende interviewt. Die Freie Schule arbeitet erfolgreich mit hohen Motivationsimpulsen, dem Kompetenzansatz und dem Mittel des Projektunterrichts. Es geht in der Sendung auch um einen Blick ins Ausland und allgemein um Versuche, Schüler wieder für die Schule zurückzugewinnen. Bildungsbenachteiligung - Öffentliche Veranstaltung der Lehrerkooperative am 12. September 2008 Auch in Frankfurt existiert eine auffällige Bildungsbenachteiligung. Ein junger Mensch, der aus einer armen, aus einer bildungsfernen Schicht und/oder aus einer Einwandererfamilie kommt, hat im Bildungssystem deutlich geringere Chancen, wird weiter benachteiligt und oftmals weniger erfolgreich gefördert als ein Kind der Mittelschicht. Bildungserfolge und höherwertige Schulabschlüsse hängen in Deutschland so stark wie in keinem anderen OECD-Staat vom sozialen Status der Eltern ab – Kita, Hort, Grundschule, Jugendhilfe ändern daran nichts und verstärken die Benachteiligung, wenn man den Studien wie PISA etc. glauben soll. Trotz vieler Bemühungen in den Kitas und Schulen, Einsatz von Familienhelfern und Millionenausgaben in der Schul- und der Sozialpolitik ist der Grad der Benachteiligung auch in Frankfurt sehr hoch. Gründe dafür mag es viele geben – auffällig ist, wie wenig wir darüber wissen, warum die viele Mühe nur geringe Erfolge zeitigt. Wo und wie kann der Berg der Bildungsbenachteiligung abgebaut werden? Warum verstärkt das Bildungssystem die Benachteiligung? Schule, Kita und Hort in ihrer sozialen Selektionswirkung bilden eine Black Box. Um das Ausmaß des Bildungselends erfassen und strategisch gegensteuern zu können, ist es unumgänglich, empirische Forschung zu betreiben und – vorerst – die Hinweise aus den vorliegenden Studien ernst zu nehmen. Ein zentraler Hinweis aus diesen Untersuchungen richtet sich auf das Sprachvermögen – wer nicht gut verstehen oder sich verständigen kann, wird im sprachlichen System Schule benachteiligt. Hier sollte eine Gegenstrategie auf jeden Fall ansetzen. Die Veranstaltung hieß - auf die schwierige aber potentiell ergiebige Materie anspielend "Vergebliche Mühe und neues Nachdenken. Im Bergbau der Benachteiligung" Im ersten Teil, einem politischen Diskurs, gab es Beiträge von Michael Damian, persönlicher Referent der Frankfurter Bürgermeisterin und Schuldezernentin Jutta Ebeling, Heidi Bachmayer, ehemalige Leiterin der Münzenbergerschule (Grundschule) in Frankfurt-Eckenheim, Hermann Dorenburg, Leiter der Verwaltung des Jugendamtes der Stadt Offenbach am Main und Betriebsleiter des Eigenbetriebes Kindertagesstätten Offenbach sowie von Rolf Schmidt, Geschäftsführender Vorstand der Lehrerkooperative. Der zweite Teil war Vorträgen gewidmet: „Sprachförderung in der Elementarbildung: Was muss optimiert werden? Was wissen wir, was können wir, was ist noch offen und was muss noch gelernt werden?“ - (Hermann Dorenburg), "Präsentation der Sprachförderung einer Offenbacher Kita" (Karin Bahlo, Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach, Kita 4) sowie "Vorkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen vermitteln -Chancengleichheit schaffen" (Anja Rüttgers, Lerntherapeutische Praxis der Lehrerkooperative, Flörsheim). Die Veranstaltung wurde moderiert von Manfred Geiss, stellvertretender Vorsitzender der Lehrerkooperative. Crespo-Stipendiatinnen in der Freien Schule für Erwachsene
Im Schuljahr 2008/09 konnten wir zwei Stipendiatinnen, die am SABA-Programm der in Frankfurt ansässigen Crespo-Foundation teilnehmen, in den Realschulzweig unserer Freien Schule aufnehmen. Das SABA-Programm unterstützt und fördert junge Frauen mit Migrationshintergrund im Alter von 18 bis 35 Jahren. Es ermöglicht den Teilnehmerinnen, den Realschulabschluss zu erwerben oder eine Berufsausbildung zu machen. Buchveröffentlichung zur Mehrsprachigkeit im Vorschulalter Eine Mitarbeiterin der Lehrerkooperative hat ein Buch mit dem Titel "Mehrsprachigkeit im Vorschulalter" veröffentlicht. Justyna Dawiec, die Deutsch und Polnisch spricht, hat die Lehrerkooperative zuerst als Studentische Mitarbeiterin im Internationalen Hort "Kölner Straße" kennengelernt. Seit 2007 arbeitet sie in der Sozialpädagogischen Lern- und Familienhilfe und in der Intensiven Sozialpädagogischen Einzelbetreuung über unser Sozialpädagogisches Projekt. In ihrer empirischen Studie, der ihre Magisterarbeit zugrunde liegt, untersucht die Autorin u.a. die Sprachdiagnostik im Rahmen des Sprachanmeldeverfahrens in Hessen sowie die Fördermaßnahme "Vorlaufkurse" für Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen. Ihre Arbeit verbindet die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Zweitspracherwerbsforschung und der interkulturellen Bildungsforschung mit den konkreten Maßnahmen der "Sprachlichen Frühförderung" in einem Bundesland. Das Buch ist 2008 im Verlag Dr. Müller erschienen, hat 132 Seiten und kostet € 59,- (ISBN-13:9783639063318) Realschulabschluss: Gute Nachrichten aus der Freien Schule für Erwachsene Von 13 gemeldeten Prüflingen des ersten Realschüler-Jahrgangs haben 12 junge Leute den Abschluss erreicht. Ein Prüfling entschied sich aus persönlichen Gründen, bereits bei den schriftlichen Prüfungen nicht anzutreten. Der Notendurchschnitt ist mit 1,68 überdurchschnittlich gut. Die mündlichen Prüfungen haben anspruchvolle Beiträge der Studierenden und eine engagierte Beteiligung gebracht. Es gab viele Präsentationen: Im Fach Deutsch Buchvorstellungen, anschauliche Referate zu naturwissenschaftlichen Themen in den Fächern Physik, Chemie, Biologie ebenso wie in Gesellschaftslehre (Foliengestützt mit Overhead-Projektor, Wandzeitungen, Power Point). Aber auch die klassische mündliche Prüfung, die in allen Fächern möglich war, wurde von einigen Schülern gewählt. Nach eingehender Beratung haben die Studierenden selbst entschieden, wie sie sich prüfen lassen wollen. Bei den EDV- Prüfungen war ein hohes Niveau zu beobachten: Die Studierenden beherrschen neben Word auch Excel, kennen die gängigen Formeln und sind fit in Bildbearbeitung mit Hilfe von Adobe Photoshop.
Die im Jahr 2006 gegründete Schule, die auch einen Hauptschulzweig hat, war an zwei Wochenenden vor der Prüfung zum Lernen geöffnet; am Samstag und am Sonntag jeweils von 14 bis 19 Uhr. Dieses Angebot hat sehr motiviert und wurde entsprechend angenommen und intensiv genutzt. Das Konzept der Freien Schule für Erwachsene mit einem modernen Unterricht, der viele kreative Anteile hat, an den Fähigkeiten der Studierenden anknüpft und zum Selbstlernen motiviert und gleichzeitig intensive Lernbetreuung und soziale Unterstützung bietet, ist aufgegangen. Von Lehrkräften, Studierenden und Besuchern der Schule wurde der wertschätzende Umgang zwischen Studierenden und Lehrern hervorgehoben. Nächstes Etappenziel dieser noch jungen, offenen und experimentierfreudigen Schule ist die staatliche Anerkennung im Jahr 2009. Lehrerkooperative strebt Vorreiter-Rolle in der Erzieher-Fortbildung an: kräftige Investitionen in die pädagogischen Fachkräfte Bildung beginnt immer stärker bereits vor der Schule - die Anforderungen an die Bildungsauftrag in Kinderbetreuungseinrichtungen wachsen dadurch ständig. Eine qualitativ hochwertige und viele Bildungsfacetten ansprechende Arbeit ist längst ein zentrales gesellschaftliches Thema: jede PISA-Studie, jeder Bildungsbericht zeigt es auf Neue. Die Lehrerkooperative setzt in dieser Situation auf noch mehr Qualität und Integrationskraft in ihren Kitas und auf zukunftsfähige Konzepte und investiert dazu erhebliche Mittel in die Weiterbildung der pädagogischen Fachkräfte, denn es sind diese Fachkräfte, die überzeugende Antworten auf die neuen Bildungsherausforderungen finden und in der Praxis anwenden müssen.
Die Lehrerkooperative orientiert sich bei ihrer Erzieher-Fortbildung am Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan („Bildung von Anfang an“), der das Lebensalter von null bis zehn Jahren als Kontinuum begreift und Bildungstandards als Instrumente zum Ausbau und zur Systematisierung des Bildungsangebots empfiehlt. Noch gibt es keine weiteren Träger, jedenfalls nicht in Frankfurt, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter solch anspruchsvolle und komplexe Fortbildungen anbieten. Mit dieser Investition in die Qualifizierung der Mitarbeiter erarbeitet sich die Lehrerkooperative einen Vorsprung für die Bildungsqualität ihrer Kinder- Einrichtungen.
„Wir wollen auf der Basis des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans eigene Standards für unsere Kitas schaffen“, so Blanka Kees, Bereichsleiterin Kindertagesstätten am 6.Juni 2008 vor über 130 Erzieherinnen und Erzieher, Pädagogen und Pädagoginnen aus den 22 Kindertagestätten der Lehrerkooperative und den 6 Kinderbetreuungen an Schulen. Nach einer Auftaktveranstaltung im November 2007 (Titel: „Mit dem Bildungsplan arbeiten“), in der es um die Basis-Kategorien und um ein allgemeines Verständnis der Ideen des Hessischen Bildungsplans ging, stand diesmal die „Entwicklung von Bildungsstandards“ auf dem Programm. Blanka Kees: „In den Kitas der Lehrerkooperative verstehen wir Standards nicht als Grenze oder enge Norm, sondern als Plattform zur Orientierung, als Basis zum Austausch von Erfahrungen auf einer gleichen Anspruchsbasis, als Anreiz von einander zu lernen, als Hilfe seine Arbeit immer wieder zu befragen und zu verstehen.“ Als exemplarische Bildungsfelder für Standards gab es am 6.6.2008 Lernwerkstätten zu Sprachförderung, Theater und darstellender Kunst, Psychomotorik , Medien und PC sowie „Literacy“(= Lesekompetenz, Kultur der Schriftlichkeit).
Als Partner-Institution für die Erzieher-Fortbildung konnte das Arbeitszentrum Fort- und Weiterbildung (afw) der Pädagogische Akademie Elisabethenstift in Darmstadt gewonnen werden. Die Leiterin des Arbeitszentrums, Ursula Heinze-Nießner konzipiert gemeinsam mit Blanka Kees die Fortbildung. In einem Zeitraum von einem Jahr wird jede einzelne Kita ausgewählte Bildungsstandards auf der Basis ihres individuellen Profils moderiert erarbeiten und verbindlich einführen. Im Sommer 2009 ist eine große Abschlusspräsentation im Rahmen eines weiteren Fachtages geplant.
Parallel zu dieser Fortbildung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter organisiert die Lehrerkooperative auch eine über 15 Monate laufende Weiterbildung „Management und Leitung“ für die Leitungskräfte. „Denn neben der Optimierung und Präzisierung der Bildungsinhalte in unseren Einrichtungen braucht auch die immer komplexer und verantwortungsvoller werdende Leitungstätigkeit eine systematische methodische Ausstattung und einen langen Atem“ so Blanka Kees.
In die frühkindliche Bildung werden heute große Erwartungen projiziert; die beiden Fortbildungsreihen der Lehrerkooperative für Mitarbeiter und Leitungen sind der Versuch, Antworten auf diese Herausforderungen zu geben ohne dabei die Räume für eine verantwortliche und zeitgemäße Pädagogik nicht einzuschränken oder einzuengen sondern auszuweiten. Neues Außengelände der Kita „im Galluspark“ In der kindlichen Entwicklung hat eine ausreichende, gesunde und vielfältige Bewegung einen nicht geringeren Stellenwert als Sprache, Ernährung, musische und soziale Bildung. Denn Bewegungsarmut führt nicht nur zu körperlichen Beeinträchtigungen und Fehlhaltungen sondern beeinflusst auch nachteilig das geistige und kreative Vermögen von Kindern.
Daher war der 4. Juni 2008 für die Kinder, Eltern und Pädagogen der Internationalen Kita „Im Galluspark“ auch so wichtig: Denn an diesem Tag wurde das neue Außengelände der Kita mit einem Richtspruch des Zimmermanns offiziell seiner Bestimmung übergeben. Auf recht knappem Raum ist in Zusammenarbeit mit Handwerkern und Pädagogen eine Bewegungs- und Spieloase entstanden, die Balancieren, Klettern und Hangeln erlaubt und Abenteuerphantasien anregt. Die Wünsche der Kinder wurden bei der Planung und Gestaltung soweit wie möglich berücksichtigt.
Mit dem neuen Außengelände wird das schon anspruchsvolle sprachliche, musische, kreative und soziale Bildungsangebot der Kita „im Galluspark“ um Elemente wie Bewegungskultur, Körperbewusstsein und Spielphantasie und um die Möglichkeit, die Welt vor der Tür – unter freiem Himmel – wahrzunehmen, nochmals erweitert. Das neue Außengelände mit Kletterburg, Spiegelsteinen, Wasserstelle und später auch einem „Weidentunnel“ wird die Lern- und Leistungsfähigkeit der Kinder fördern und ihnen Momente der Begeisterung und des Glücks bringen. Es steigert auch die Wohnqualität und den Bildungswert des Viertels Galluspark.
Neuer Vorstand der Lehrerkooperative Auf der Mitgliederversammlung der Lehrerkooperative – Bildung und Kommunikation e.V. am 16. April 2008 in Frankfurt wurde ein neuer hauptamtlicher Vorstand für die Amtszeit von drei Jahren gewählt. In Ihrem Amt wurden Rolf Schmidt als Vorsitzender und Andreas Kowol als Schatzmeister bestätigt, neu in den Vorstand wurde Manfred Geiss als stellvertretender Vorsitzender gewählt. Er folgt auf Claudia Weigt, die bisherige stellvertretende Vorsitzende, die nicht wieder kandidiert hatte. Der neue Vorstand will auf der Basis eines vorgelegten Programms die Lehrerkooperative auf ihrem erfolgreichen Weg als innovativem Träger voranbringen. Als Träger steht die Lehrerkooperative für innovative Bildungskonzepte wie das Projekt mehrsprachiger Bildung ebenso wie für Angebote an bildungsbenachteiligte Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund.
Die Lehrerkooperative betreibt u.a. über 20 Krabbelstuben, Horte und Kindergärten und betreut an vielen Schulen Kinder. Sie ist einer der größten Träger der ambulanten Jugendhilfe in Frankfurt. In drei Frauenzentren und einem Lese-Schreib-Service wird aktive Integrationsarbeit geleistet, ebenso in unserem Sprachenzentrum, dem zweitgrößten Anbieter von Integrationskursen in Frankfurt.
Der neue Vorstand wird sich aktuell mit aller Kraft um die Erhaltung von 70 Plätzen in Hauptschulabschlusskursen für junge Erwachsene kümmern, die wie 20 Plätze in der Berufsvorbereitung von einer Streichung durch das Rhein-Main-Jobcenter betroffen sind. Die Lehrerkooperative betreibt außerdem eine Freie Schule für Erwachsene, in der der Hauptschul- und Realschulabschluss nachgeholt werden kann und die mehrsprachige Erasmus-Grundschule mit Kindergarten, in der nach der Immersionsmethode Kinder dreisprachig lernen. Trauer um Jean Claude Diallo Die Freie Schule für Erwachsene trauert um ihren Schirmherrn, Herrn Stadtrat Jean Claude Diallo, der am 21. März 2008 verstorben ist. Herr Diallo hat sich mit großem Engagement für den Aufbau dieser Einrichtung der Lehrerkooperative stark gemacht. Er hat sich im Geist des interkulturellen Lernens für die Teilhabe- und Bildungschancen unserer Studierenden engagiert. Wir sind ihm dankbar, dass er die Schirmherrschaft über unsere Schule angenommen und sie aktiv ausgeübt hat. Wir wollen das Engagement für die Studierenden in seinem Geiste von Toleranz, Offenheit und sozialer Verantwortung fortsetzen. Die Stadt Frankfurt und alle hier lebenden Menschen haben einen aufrichtigen und vorbildlichen Mitbürger und einen mutigen Politiker verloren. Tiergestützte Pädagogik - Reitsafari für Kinder in den Taunus Von einem Pferdehof in Ober-Rosbach geht es unter der A5 durch zur Reitsafari in den Taunus Richtung Winterstein: am 25.3. und am 28.3. sind jeweils 8 Kinder zwischen sechs und zehn Jahren ganztägig mit Islandpferden und der Pädagogin Anke Quasnitschka unterwegs, die auch Reitlehrerein ist. Mit dabei in den Satteltaschen: genügend Vorräte um irgendwo am Waldrand die Tiere anzubinden und ein vorfrühlingshaftes Picknick zu veranstalten: Garantiert ein "Western"-Erlebnis mit hohem Erinnerungswert für die Kinder - unabhängig davon, ob das Wetter mitspielt oder nicht. Zwei Kinder teilen sich jeweils ein Pferd und machen auch alle Arbeiten gemeinsam: das schafft ein Gefühl für gemeinsame Verantwortung, Vertrauen (auf Tier und Mensch) und Fairness. "Tiergestützte Pädagogik" heißt der Oberbegriff für diese neuen Ansätze und verspricht eine Menge verschiedener pädagogischer Impulse, die sich auch wechselseitig stärken: Anstoß von gruppendynamischen Prozessen, Training sozialer Kompetenz, Förderung von Fitness, Sportlichkeit und Beweglichkeit, Überwindung von Ängsten und Ermutigung, Anerkennen von Regeln und Erlernen von Disziplin, das Zulassen und Zeigen von Gefühlen. Zum Abschluss gibts für jedes Kind ein Original-Hufeisen des von ihm gerittenen Pferds. Veranstaltet wird die nachösterliche Reitsafari für Kinder aus dem Schulnahen Betreuungsangebot der Lehrerkooperative an der Theobald-Ziegler-Schule in Frankfurt-Preungesheim. Infos: 212-382 42. 18. März 2008 - Öffentliche „Lernstunde“ auf dem Römerberg: Lehrerkooperative kritisiert den Verlust von Integrations- und Bildungschancen Mit einer „Öffentlichen Lernstunde“ auf dem Römerberg am 18. März 2008 hat die Lehrerkooperative vor der Sitzung der Stadtverordneten die Aufmerksamkeit auf eine Entscheidung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gelenkt, die dazu führt, dass die Integrations- und Bildungschancen benachteiligter Jugendlicher und junger Menschen in Frankfurt wieder schlechter werden. Bislang konnten sich junge Menschen, die eine zweite Chance brauchen, in einem speziell auf ihre Situation zugeschnittenen Angebot auf das Berufsleben und den Hauptschulabschluss vorbereiten, den sie mit sehr guten Quoten und guten Noten dann auch erreicht haben. Die Rhein-Main-Jobcenter GmbH hat bislang 70 Plätze bei der Lehrerkooperative gefördert, diese Plätze aber zum 1.9.2008 gestrichen. Grund dafür ist die Rechtsauffassung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, wonach Leistungen wie die Förderung des nachträglichen Erwerbs des Hauptschulabschlusses auf der Grundlage des § 16 Abs. 2 SGB II unzulässig sind. Dies trifft die potentiellen 70 Teilnehmer der für September 2008 geplanten neuen Lehrgänge hart: ihnen wird aus formalen Gründen eine nachweislich wirksame Bildungschance weggenommen, ohne dass bislang ein Ersatz vorliegt. Dabei hat die Rhein-Main-Jobcenter GmbH die besonderen Erfolge unserer Kurse stets anerkannt. Nach wie vor ist der Hauptschulabschluss auch die unentbehrliche Eintrittskarte in das Berufsleben und für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Beweis, dass Leistung sich lohnt und auch sie erfolgreich und zielorientiert lernen und sich in Arbeitsmarkt und Gesellschaft integrieren können. Die öffentliche Lernstunde auf dem Römerberg haben die Teilnehmer des zur Zeit laufenden Lehrgangs sehr anschaulich und sehr engagiert gestaltet: Es gab eine Sequenz aus kurzen Beiträgen zu Mathematik, Deutsch, Kunst, EDV, Physik und dem für den Lehrgang so typischen Sozialen Lernen vorstellen. Dabei wurde deutlich, wie motivierend Lernen sein kann, wenn sich Erfolge einstellen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprachen außerdem mit Passanten über ihre Bildungswege und verteilten Testfragen für eine Hauptschulprüfung. Etwa 120 Bürgerinnen und Bürger haben sich mit ihrer Unterschrift für den Erhalt dises Bildungsweges eingesetzt. Auch viele Stadtverordnete haben die Lernstunde besucht und sich viel Zeit genommen, um die jungen Menschen und diesen Bildungsgang kennen zu lernen. Es entstand der Eindruck, dass über die Parteigrenzen hinweg eine klare Unterstützung für das Anliegen der Lehrerkooperative besteht. Unsere öffentliche „Lernstunde“ hat Mut gemacht, dass vielleicht doch noch im Zusammenspiel von Stadt, Land und Bund eine Lösung gefunden wird. Alles andere wäre sozial- und integrationspolitisch eine Riesenenttäuschung und ein widersinniges Signal an die betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen und alle, die sich für Chancengleichheit, Integration und gerechte Partizipation an Bildung einsetzen. NACHRICHTEN aus dem Jahr 2007 „Welt-Klasse“ – SWR-Fernsehfilm gewinnt CIVIS-Fernsehpreis Der Berliner Autor, Regisseur und Produzent Jean Boué hat für den SWR-Film "Deutschland für Anfänger" den Deutschen CIVIS-Fernsehpreis in der Sektion Information gewonnen. Die Preisverleihung fand am 10. Mai 2007 im Europasaal des Auswärtigen Amtes in Berlin statt. CIVIS ist der Europäische Medienpreis für Integration. Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Staatsministerin Maria Böhmer und Fritz Pleitgen, Präsident der Europäischen Rundfunkunion, waren bei der Feierstunde dabei. Die Lehrerkooperative gratuliert Jean Boué und seinem Team herzlich zu dieser großartigen Anerkennung und Auszeichnung - der Film entstand im Sommer 2006 im Sprachenzentrum an der Zeil und wurde am 9. Januar 2007 ausgestrahlt. Die Integrationskurse nach dem Zuwanderungsgesetz sind ein Teil des Bildungsangebots im Sprachenzentrum. 600 Stunden Deutsch und 30 Stunden Landesorientierung - der erfolgreiche Besuch dieses Grundkurses ist seit 2005 für alle Zuwanderer, die bleiben wollen, verbindlich. Jean Boué hat Frankfurt als die am stärksten international geprägte deutsche Stadt für seinen Film ausgesucht. Hier wollte er erforschen, wie die Wirklichkeit in den Integrationskursen aussieht. Als Träger der Integrationskurse und Drehort für den Film wurde die Lehrerkooperative ausgesucht, die seit 1985 Deutschkurse und Migrantenbildung anbietet. Gefilmt wurde in einem Integrationskurs mit 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 15 Nationen und 4 Kontinenten. Am Beispiel von drei Protagonisten (zwei Frauen aus Kuba und der Türkei, ein Mann aus Afghanistan) wird die Wirklichkeit des Sprachenlernens durch Zuwanderer und des Sich-Einfindens in die deutsche Umgebung facettenreich und einfühlsam, aber auch unterhaltsam dargestellt. Die dreißigminütige Dokumentation mit dem anspielungsreichen Titel "Welt-Klasse" wurde am 9. Januar 2007 in der Reportage-Reihe "Schlaglicht" des SWR gesendet. Das Sprachenzentrum freut sich mit dem Regisseur, dem Team und den Teilnehmern herzlich über diese Auszeichnung. NACHRICHTEN aus dem Jahr 2006 Erasmus-Projekt durch Oberbürgermeisterin Petra Roth offiziell eröffnet
Wilfried Volkmann, Vorsitzender des Stadtelternbeirats, hieß die Erasmus-Schule in der noch jungen, aber wachsenden Familie der Frankfurter Ersatzschulen willkommen und wünschte sich von ihr eine belebende und anregende Wirkung auf die Frankfurter Schullandschaft. Christian Kampen vom Elternverein am Palmengarten sagte, man habe nach den positiven Erfahrungen mit der dreisprachigen Krabbelstube "Jardin Palmito" die Entwicklung weiterführen wollen und daher einen kompetenten Partner für einen ebenso dreisprachigen Kindergarten und eine dreisprachige Grundschule gesucht und in der Lehrerkooperative gefunden. Menschen, die in Ihrem Beruf eine Erfüllung sehen, beunruhige kaum etwas so sehr wie der Gedanke, ihre Kinder nicht ausreichend lange und nicht in bestmöglicher Qualität betreut zu wissen. Er dankte herzlich den vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern und den Sponsoren für ihre entschlossene Hilfe, ohne die das ErasmusProjekt nicht in nur wenigen Monaten - der Antrag auf Genehmigung als Ersatzschule wurde im März 2006 gestellt - Wirklichkeit geworden wäre. Rolf Schmidt, Vorsitzender des Vorstandes der Lehrerkooperative, betonte die große Bedeutung einer frühen Mehrsprachigkeit. In den frühen Kinderjahren sei das Gehirn noch nicht für eine bestimmte Sprache kodiert. Das Erasmus Projekt ermögliche nicht nur perspektivisch das sichere Beherrschen von drei Sprachen, es werde auch die lebenslange Lernfähigkeit der Kinder in außergewöhnlicher Weise erschlossen und erweitert und zwar in kognitiven, emotionalen und ästhetischen Feldern. Lernen, Weltenbürger zu werden, wie es Erasmus von Rotterdam für sich erreicht hatte, dies gelte als Zielsetzung auch für die Kinder im Erasmus Projekt. Rolf Schmidt empfahl, mehrsprachige Modelle auch in den öffentlichen Kindergärten und Schulen zu verankern. Oberbürgermeisterin Petra Roth, die Schirmherrin, sieht im Erasmus Projekt einen wichtigen Schritt auf dem Ziel, Frankfurt neben seiner Rolle als Wirtschaftszentrum auch zu einer Bildungsstadt zu machen. Beides ergänze sich ideal: denn es sei ein großer Vorteil für Unternehmen, wenn die Mitarbeiter ihre Kinder gut versorgt in einem anregenden Bildungsumfeld wissen könnten. Internationalität und Mehrsprachigkeit seien für die Wirklichkeit der Stadt Frankfurt nun ganz bestimmt die richtigen Angebote. Kinder, die in Frankfurt gute und vielseitige Bildungserfahrungen machen, würden dies auch in ihrem Erwachsenen- und Berufsleben nutzen können und somit stets Botschafter der Stadt sein. Frau Roth sagte dem Erasmus Projekt ihre weitere engagierte Unterstützung und eine aktive Wahrnehmung ihrer Schirmherrschaft zu. Erasmus Schule und Erasmus Kindergarten sind nicht nur für Kinder, Eltern und Pädagogen ein neuartiges, intensives und begeisterndes Lern- und Lebensumfeld geworden, sie liefern auch - mindestens für Frankfurt und die Region - den Beweis, dass ein Aufbruch zu neuen Bildungsufern gelingen kann und Alternativen zu nicht befriedigendenn schulischen Strukturen immer möglich sind. Die Schule hat im Schuljahr 2006/2007 zunächst eine deutsch-englische 1. Klasse, im Schuljahr 2007/2008 kommt neben einer weiteren deutsch-englischen 1. Klasse eine deutsch-spanische 1. Klasse hinzu. Schule und Kindergarten haben ihren Sitz in der Friedrich-Ebert-Anlage 44, 60325 Frankfurt, Telefon: 069-9074364-10. Weitere Infos http://www.erasmus-schule.eu info@erasmus-schule.eu Neue Kita in Preungesheim Die Einrichtung der Lehrerkooperative wurde in der Alkmenestraße (am südöstlichen Rand des Neubaugebietes "Frankfurter Bogen") erbaut und hat Plätze für 100 Kinder zwischen unter 3 und 12 Jahren. Die Grundsteinlegung erfolgte am 21.6.2006 durch Stadträtin Jutta Ebeling und Stadtrat Franz Zimmermann. Das Konzept sieht für die „Alkmenestraße“ eine ausgeprägte Gemeinwesenorientierung vor. Die Kita wird sich als Ort der Begegnung für alle Menschen im Stadtteil verstehen. Das pädagogische Profil wird von einer vielfältigen Bildungsorientierung und breitgefächerten Möglichkeiten der Elternbeteiligung geprägt. Die Natur als Lern- und Erfahrungsort, die Förderung der Bewegung der Kinder und musikalisch-ästhetische Bildung werden das Profil der Kindertagesstätte ebenfalls kennzeichnen. Der Jugendhilfeausschuss hatte in seiner Sitzung vom 2. Mai 2006 die Betriebsträgerschaft der Lehrerkooperative übertragen. Vorangegangen war ein Bewerbungs- und Auswahlverfahren, an dem mehrere freie Träger teilgenommen haben. Die Kita öffnet im Januar 2007. Neu in Frankfurt: Freie Schule für Erwachsene Junge Erwachsene, die bislang keinen Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss erreicht haben, finden nun in Frankfurt eine weitere Möglichkeit vor, diese Abschlüsse nachzuholen. Die Lehrerkooperative hat am 16.Oktober 2006 die Freie Schule für Erwachsene gestartet. Der zur staatlichen Hauptschulabschlussprüfung führende Lehrgang dauert ein Jahr, der Weg zum Realschulabschluss zwei Jahre. Die Freie Schule für Erwachsene setzt auf pädagogische Innovationen – im Bereich Lebenslanges Lernen. Die Schule möchte junge Erwachsene für das Lernen motivieren und ihnen eine bessere gesellschaftliche und berufliche Teilhabe ermöglichen. Daher wird diese Schule nicht nur ein Lernort, sondern auch ein Ort der Selbstklärung und Orientierung sein. Mit neuen Lernformen wollen wir Menschen ansprechen, die dem traditionellen schulischen Lernen eher ablehnend gegenüberstehen oder schlechte schulische Erfahrungen gemacht haben. Der Unterricht findet tagsüber statt. Adresse: Lehrerkooperative e.V., Freie Schule für Erwachsene, Ostparkstraße 45, 60385 Frankfurt/Main, Telefon: 069-94332743. Qualitätssicherung in der Lehrerkooperative Die Lehrerkooperative befindet sich mit ihren Einrichtungen der Erwachsenenbildung seit Anfang 2005 in einem Prozeß der Qualitätstestierung, der sogenannten LQW (= Lernerorientierten Qualitätstestierung in der Weiterbildung). Die umfangreiche Selbstbeschreibung (Selbstreport) der Abläufe in diesem Arbeitsgebiet wurde Anfang März 2006 bei der Zertifizierungsstelle abgegeben und von dieser ausgewertet. Das Gutachten, das einige Auflagen als Voraussetzung zur Testierung macht, wurde Ende Mai 2006 vorgelegt. Nach Erfüllung der Auflagen wurde auf einem Abschlussworkshop am 8. September 2006 das Siegel der Qualitätstestierung, die sogenannte Netzwerkfliese, offiziell an die Lehrerkooperative übergeben. Auch im Kita-Bereich der Lehrerkooperative ist Anfang 2006 mit den Methoden QUASI und QUAST die Qualitätstestierung in den Kindergärten bzw. in Kinderhorten begonnen worden. Informationen bei der Qualitätsbeauftragten Renate Ardouin, Telefon 069 -97063615, renate.ardouin@lehrerkooperative.de Vormittagsbetreuung - positive Zwischenbilanz nach sechs Monaten Seit dem 1.Februar 2006 gibt es an der Theobald-Ziegler-Schule in Frankfurt-Preungesheim eine Vormittagsbetreuung im Rahmen der „Verlässlichen Grundschule“ der Stadt Frankfurt und im Sinne der Unterrichtsgarantie plus des Hessischen Kultusministeriums. Diese Vormittagsbetreuung wird von der Lehrerkooperative organisiert. Um die Verlässlichkeit der Grundschule (ca. 400 Kinder) bei Unterrichtsausfall zu sichern, stehen eine Diplom-Pädagogin und eine in der Arbeit mit Kindern erfahrene Pädagogik-Studentin im Hauptstudium jeden Vormittag vor Ort bzw. auf Abruf bereit. Fehlen mehr als zwei Lehrerinnen – und kann die Schule keine Ersatzlehrkräfte stellen, gehen sie in die betroffenen Schulklassen. Dort leisten sie eine unterrichtsnahe und pädagogisch qualifizierte Betreuung. Die Kinder bekommen nicht nur eine betreute Freistunde, sondern je nach Stundenplan erfolgt eine Vertiefung des Gelernten, eine themenbezogene Gesprächs- und Erzählrunde, Bewegungs-, Musik- oder Kreativangebote sowie didaktische Spiele. Nach den ersten sechs Monaten kann die Lehrerkooperative positiv zwischenbilanzieren. Die Pädagoginnen arbeiten passgenau: Fällt beispielsweise Mathematik aus, wird gemäß des Leistungsstandes der Klasse das Einmaleins wiederholt, fällt Musik aus, werden gelernte Lieder gesungen, fällt Englisch aus, werden Dialoge mit dem bekannten Vokabular in Kleingruppen eingeübt und dann vorgeführt. Fällt Deutsch aus, können die Kinder unter Anleitung und ohne Notendruck freies Sprechen, korrekte Dialoge und das Verständnis von Begriffen üben. Bewährt hat sich insbesondere das Konzept, pädagogisch qualifizierte und erfahrene Personen einzusetzen. Denn es erfordert nicht nur persönliche und soziale, sondern auch spezielle fachliche Kompetenzen, um in nicht bekannten Klassen eine Betreuung und Bildungsarbeit zu leisten, die pädagogisch wirklich sinnvoll ist. Dazu gehört es auch, die Stunden ausreichend vorbereiten zu können. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Vormittagsbetreuerinnen der Lehrerkooperative bei Schwierigkeiten auch mit dem Schulnahen Betreuungsangebot austauschen können, dass von der Lehrerkooperative schon zum 1.Oktober 2005 ebenfalls an der Theobald-Ziegler-Schule eingerichtet wurde. Auch wenn die Lehrerinnen den neuen Kolleginnen anfangs nicht ohne eine gewisse Skepsis begegneten, unterstützen sie diese doch kollegial beim Aufbau einer Ordnersammlung mit Arbeitsmaterialien für die einzelnen Jahrgänge. Diese Arbeitsblätter und didaktische Spiele ermöglichen es den Pädagoginnen der Vormittagsbetreuung, trotz meist spontanen Einsatzes in 16 verschiedenen Klassen unterschiedlicher Jahrgangsstufen eine pädagogisch qualifizierte Betreuung vom Beginn der Unterrichtsstunde an zu leisten. Die Lehrerinnen schätzen die Vormittagsbetreuung in ihren Klassen inzwischen als wertvolle Unterstützung, von der sie selbst ebenso profitieren wie die Klasse. Frühenglisch In unseren Internationalen Kitas "Gotenstraße" in Frankfurt-Unterliederbach und "Am Neuenberg" in Frankfurt-Berkersheim können alle Kinder ohne zusätzliche Kosten für die Eltern einmal pro Woche Englisch als frühe Fremdsprache lernen. Das Angebot ist Teil unseres Sprachförderprogramms "Kinder.Sprachen.Vielfalt"; die Lehrkräfte stellt unser Sprachenzentrum. Weitere Informationen: Rosa Hettenbach, Fachberatung Sprachförderung, Tel.: 069-97063642, rosa.hettenbach@lehrerkoopoerative.de Mai 2006: Diskussionsabend „Wir machen Ganztagsgrundschule" Die Diskussion um bessere Schulen gewinnt laufend an Aktualität. Es zeichnet sich ab, dass außer in einer tiefgreifenden Veränderung der pädagogischen Qualität Reformpotentiale in neuen Betreuungs- bzw. Beaufsichtigungszeiten und damit in der Neustrukturierung des Schultages liegen. In Berlin ist man schon ein gutes Stück auf diesem Weg vorangekommen. Die Lehrerkooperative veranstaltete dazu gemeinsam mit dem Stadtelternbeirat der Stadt Frankfurt am Main einen öffentlichen Diskussionsabend „Wir machen Ganztagsschule – Das Berliner Modell der Verwirklichung und Umsetzung der Ganztagsgrundschule“ am 3. Mai 2006 im Heinrich-von-Gagern-Gymnasium, Frankfurt am Main. Als Referentin lieferte Susanne Pape, Referat Unterrichtsversorgung in der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport Informationen aus erster Hand. Mit Beiträgen waren außerdem vertreten Michael Damian, persönlicher Referent von Stadträtin Jutta Ebeling, Winfried Volkmann, Vorsitzender des Stadtelternbeirates, Olaf Dannenberg, Vorsitzender des Gesamtelternbeirates der städtischen Kitas, Christine Madelung vom Staatlichen Schulamt Frankfurt am Main sowie Rolf Schmidt, Vorsitzender des Vorstandes der Lehrerkooperative. Im Zusammnehang mit der Veranstaltung haben der Stadtelternbeirat, der Gesamtelternbeirat und freie Träger das Papier "Bildung für unsere Kinder - Das Frankfurter Grundschul-und Hortprojekt" veröffentlicht, das fordert, Kinder in das Zentrum einer ganzheitlichen Bildung zu stellen. Diskussionspapier zu Grundschulen und Horten Von Rolf Schmidt, dem Vorsitzenden des Vorstands der Lehrerkooperative, liegt ein bildungspolitisches Diskussionspapier vor, das der Frage nachgeht, wie Grundschulen und Horte zu einer besseren gegenseitigen Abstimmung ihrer Angebote gelangen können. Das Papier (Titel: "Ein Viertel Grundschule + zwei Drittel Hort = eine gute Bildung?") macht Lösungsvorschläge und kann am Seitenende heruntergeladen werden. Integrations-Preis für Schüler- und Jugendprojekte Die Dr.Hermann-Schmitt-Vockenhausen-Stiftung aus Bad Soden am Taunus vergab am 11.3.2006 ihren Förderkpreis für Integration an die Lehrerkooperative. Sie würdigt unsere Bildungsarbeit mit jungen Flüchtlingen. Die Sozialpädagogische Integrationshilfe und der Eritreische Kinder- und Jugendtreff teilen sich das Preisgeld von 5.000 Euro. Die Lehrerkooperative ist stolz auf diese Auszeichnung und dankt der Stiftung, namentlich ihrer Gründerin Ruth Schmitt-Vockenhausen, dafür sehr herzlich. Weitere Preisträger waren die Stiftung Lesen und die Akademie Klausenhof.
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