Praxislernprojekt

Der Name ist Programm. Hier gibt es seit 1997 im Auftrag der Stadt Frankfurt am Main eine gezielte Vorbereitung auf Ausbildung und Berufstätigkeit für Frankfurter Jugendliche, die zwar einen Schulabschluss haben, aber noch ohne Lehrstelle sind. Wir schließen „Arbeitsbündnisse“ mit den jungen Menschen.

Das bedeutet, dass sie sich zu einer konstruktiven Mitarbeit bereit erklären. Wir unterstützen sie unsererseits bei der Berufsorientierung, machen Bewerbungstraining, erteilen allgemeinbildenden Unterricht und bieten intensive sozialpädagogische Betreuung. Das Ziel des Lehrgangs ist der Ausbildungsvertrag. Wesentliche Elemente des Lehrgangs sind die mehrwöchigen Betriebspraktika der Jugendlichen, aus denen nicht selten ein Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis hervorgeht. Teilnehmen können Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren mit Haupt- oder Realschulabschluss und Wohnsitz in Frankfurt/Main und mit der Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit. Die Teilnahme ist gebührenfrei. 

Das Praxislernprojekt erwarb 2006 ein Qualitätstestat nach LQW (Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung).

Wo setzen wir an?

Es gibt Schulabsolventen, die nicht sofort nach dem Schulabschluss den Übergang in Ausbildung oder Arbeit meistern. Häufen sich Misserfolge, kommt es zu Resignation und Frustration. Beim erforderlichen Neuanfang helfen pädagogische Impulse, denn es geht um Verantwortung für sich selbst und darum, in der Berufsausbildung und im Arbeitsleben fachlich und persönlich zu bestehen

Wie sieht das Konzept aus?

Die Jugendlichen bewerben sich schriftlich und persönlich. Es gibt keine Zuweisung von außen. In den ersten vier Wochen sind sie ausschließlich im Projekt, erwerben ein Computerzertifikat, durchlaufen ein Bewerbungstraining und akquirieren ihren ersten Praktikumplatz. Danach sind sie drei Tage im Betrieb und zwei Tage zum Unterricht im Projekt. Etwa nach drei Monaten prüfen wir gemeinsam, ob die berufliche Richtung, die mit der Wahl des Praktikumbetriebes eingeschlagen wurde, passt oder nicht. Wenn ja, gehen sie weiter in diese Richtung. Wenn nicht, werden Alternativen gesucht. Gerade in diesen entscheidenden Situationen werden die Jugendlichen individuell beraten und unterstützt. Auch die Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Betrieben ist sehr eng.

Unterricht und Betreuung

Neben Mathematik, Deutsch, Sozialkunde, EDV und Englisch stehen Bewerbungstrainings auf dem Programm. So können sich die Jugendlichen gut auf Einstellungstests und -gespräche vorbereiten. Die Erfahrungen im Praktikum, Konflikte und Kommunikationsschwachpunkte werden intensiv im Rahmen des Unterrichtsfaches „Beruf und Praktikum“ reflektiert. 

Der Ablauf

Das Praxislernprojekt beginnt jeweils im September mit der vierwöchigen Orientierungsphase. Ihr folgt die mehrmonatige Hauptphase mit schulischem und betriebspraktischem Teil, an deren Ende der Übergang in ein Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis stehen soll. Auch als Azubi oder Arbeitnehmer können die ehemaligen TeilnehmerInnen in der anfänglichen Probezeit unseren „Support“ nutzen. Die große Mehrheit der bisherigen Absolventen (durchschnittlich 70 - 80% eines Lehrgangs) hat einen Ausbildung- oder Arbeitsplatz gefunden.

Auftraggeber des Praxislernprojekts ist das Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt am Main.

Kontakt:

Lehrerkooperative e.V.
Praxislernprojekt
Heidelberger Straße 13
D-60327 Frankfurt/Main  (ab 8.9.2008)

Ansprechpersonen:

Gisela Back, Dipl.-Soz-Päd.
Bernd Rohmeis, Dipl.-Soz.-Arb.
Ulrike Spenkoch, M.A.
Bernd Winzinger, Dipl.-Soziologe

Telefon: 069 - 405 9 04 96
Telefax: 069 - 40 59 04 97

Email: praxislernprojekt@lehrerkooperative.de

Öffentlicher Nahverkehr: 

 www.arbeitsamt.de (ASIS)