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Jugendberufshilfe Fechenheim Kurzporträt Fechenheim als östlichster Stadtteil Frankfurts hat außer den Grund- und Gesamtschulen, die mit der 10.Klasse abschließen, keine weiteren Bildungsmöglichkeiten. Bei Jugendlichen ohne Schulabschluss verstärkt dies den Eindruck, „abgehängt“ zu sein. Die Jugendberufshilfe reagiert auf diese Situation mit Information, Beratung, Motivation, Gesprächen, Trainings und Unterstützung bei der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen. Das Angebot wird vom Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt am Main finanziert.
Ausstattung und Öffnungszeiten Das Ladenlokal im Zentrum von Fechenheim ist mit vier internetfähigen PCs und einer Warte- und Leseecke ausgestattet. Von Montag bis Donnerstag hat die Jugendberufshilfe Fechenheim jeweils sieben Stunden geöffnet; die Arbeit teilen sich eine Studentin der Psychologie und zwei Sozialpädagogen.
Wie kann man die Jugendberufshilfe nutzen? Innerhalb eines Jahres – die Jugendberufshilfe startete im September 2008 – haben über 140 Jugendliche die JBH besucht und sich Hilfe geholt. In den meisten Fällen werden Termine vereinbart, die bei 65% zu einem oder mehreren Folgeterminen führen. Aber natürlich kommen Jugendliche auch ohne Anmeldung in die Jugendberufshilfe.
Aufgaben und Praxis Die Aufgaben sind Suche und Vermittlung eines Praktikums, einer Lehrstelle, die Suche nach einem Platz in einer weiterführenden Schule oder nach einer Arbeitsstelle.
Bei den meisten Besuchern bedarf das Selbstverständnis (das „Selbstbild“) einer Präzisierung und es muss geklärt werden, welche Ziele die Gespräche haben sollen. Es werden deshalb sowohl Tests gemacht als auch intensive Gespräche geführt. Der Suche von Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen folgt meist die Erstellung des Lebenslaufs, des persönlichen Profils und eines Muster-Bewerbungsschreibens. Wenn es sinnvoll erscheint, wird zusätzlich Gesprächtraining angeboten.
Dass dieses offene und „barrierefreie“ Angebot erkennbar „ankommt“ zeigt, dass Jugendliche und junge Erwachsene orientierende Beratung und Gespräche suchen und annehmen, um Wege zu mehr Bildungs- und Berufschancen zu erfahren.
Kontakt Lehrerkooperative e.V.
Hermann Holm |